Rittergut mit kleinen Betrieben
Deutschordenskommende Lucklum

Die Deutschordenskommende Lucklum, ein historisches Kloster in der Region Wolfenbüttel, Niedersachsen, war einst ein bedeutender Sitz des Deutschen Ordens. Die Anlage, die heute als Baudenkmal geschützt ist, zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte.
Geschichte+
Die Ursprünge der Kommende liegen in der Belehnung des Deutschen Ordens mit der Elmsburg im Jahr 1213. Ab 1260 erwarb der Orden Ländereien in Lucklum und erhielt 1263 von Bischof Volrad von Halberstadt die Kirche sowie weitere Hofstellen. Um 1264 wurde der Sitz der Kommende von der Elmsburg nach Lucklum verlegt, und ab 1287 residierte der Landkomtur hier. Die Kommende, die der Heiligen Maria geweiht war, wurde 1809 säkularisiert. Während der Reformation wechselte die Kommende 1542 zum evangelischen Glauben und diente fortan als Stift für unverheiratete Adlige. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage wieder aufgebaut. Bedeutende Landkomture wie Friedrich Wilhelm von Hardenberg trugen zur Entwicklung bei, indem er die Lucklumer Stammschäferei etablierte. Sein Neffe Novalis verbrachte hier um 1784 einige Zeit.
Lage+
Die ehemalige Deutschordenskommende Lucklum befindet sich in der Gemeinde Lucklum im Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen, Deutschland.
Vor Ort+
Die Anlage, die heute als Rittergut Lucklum bekannt ist, wurde mehrfach umgebaut und umgenutzt. Der älteste Bauteil ist die romanische Saalkirche, die aus Erkeroder Trochitenkalk erbaut wurde und deren Westwerk noch aus der Zeit vor der Ordensansiedlung stammt. Die Kirche bildet zusammen mit weiteren Gebäuden einen quadratischen Innenhof. Heute beherbergt das Rittergut verschiedene kleine Betriebe.
In der Naehe+
- Rittergut Lucklum (Herren- und Gutshaus, 176 m)
- Schloss Veltheim (Schloss, 1572 m)
- Burg Evessen (Burg, 1946 m)
- Herrenhaus Sickte (Herren- und Gutshaus, 4049 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Axel Hindemith / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.2052, 10.6904