Restaurant
Deutschordenskommende Bremen

Die Deutschordenskommende in Bremen, eine ehemalige Klosteranlage des Deutschen Ordens, war von 1230 bis 1564 in Betrieb. Sie befand sich in der Altstadt, im Bereich der heutigen Komturstraße. Von den ursprünglichen Gebäuden ist heute lediglich die Unterkirche erhalten geblieben, die seit 1973 unter Denkmalschutz steht.
Geschichte+
Der Deutsche Orden, der während der Belagerung von Akkon (1189–1191) von Kreuzfahrern aus Bremen und Lübeck gegründet wurde, errichtete bereits 1230 eine Komturei in Bremen. Hier entstanden die kleine, einschiffige Elisabethkirche mit zwei Jochen sowie ein angeschlossenes Ordenshaus nahe dem Spital. Das bestehende Heiliggeist-Spital wurde vom Orden übernommen und fortan als „Deutsches Haus“ bezeichnet. Der Spitalbetrieb endete 1426, und das Haus wurde letztmals 1519 erwähnt. Die Komturstraße erinnert bis heute an den einstigen Standort der Anlage. Im Jahr 1234 beteiligten sich die Ordensritter am Kreuzzug gegen die Stedinger. Die Bremer Komturei war nur mit wenigen Ordensbrüdern und ein bis zwei Priestern besetzt und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem wohlhabenden Wirtschaftsbetrieb. Ein prominenter Komtur war Jasper von Münchhausen, der mehrfach im Amt war und in verschiedene Kontroversen verwickelt war, darunter Vorwürfe der Brandstiftung und des Raubes. Im Zuge des Aufstands der 104 Männer im Jahr 1531 wurde der damalige Komtur Rolf von Bardewisch ermordet und die Komturei geplündert. Nach der Reformation wurde Franz von Dumstorp 1532 Komtur. Die Komturei wurde 1563 an Bremen verpfändet und 1564 von der Stadt erworben, womit ihre Existenz als Ordensniederlassung endete. Dumstorp verwaltete das Anwesen noch bis zu seinem Tod 1583. Ab 1598 wurden Teile der Komturei als Bremer Marstall genutzt. Später, ab 1674, diente die Kirche als Lager- und Packhaus, wobei Zwischendecken eingezogen und der Chor für Ladezwecke umgebaut wurde. Im Zweiten Weltkrieg blieb die profanierte Kirche weitgehend unbeschädigt, befand sich jedoch in schlechtem Zustand. Im Rahmen des Wiederaufbaus der Innenstadt wurde die Oberkirche abgetragen, um Platz für ein neues Amtsgericht zu schaffen. Die Unterkirche blieb erhalten und beherbergt seit 1976 ein Restaurant.
Lage+
Die Deutschordenskommende Bremen befand sich in der Altstadt der Freien Hansestadt Bremen, im Bundesland Brandenburg an der Havel, Deutschland.
Vor Ort+
Heute ist von der ehemaligen Deutschordenskommende lediglich die Unterkirche erhalten, die seit 1976 als Restaurant genutzt wird. Die Anlage steht unter Denkmalschutz.
In der Naehe+
- Bremer Dom (Sakralbau, ca. 249 m entfernt)
- Herrenhaus Riensberg (Herren- und Gutshaus, ca. 4067 m entfernt)
- U-Boot-Bunker Hornisse (Militärische Bauten, ca. 7042 m entfernt)
- Rittergut Varrel (Herren- und Gutshaus, ca. 8436 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Ulamm (talk) / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.0736, 8.8114