KlosterEinbeck

Clarissenkloster (Einbeck)

Clarissenkloster (Einbeck)

Café

Das ehemalige Clarissenkloster in Einbeck, Niedersachsen, ist ein historischer Sakralbau, dessen Ursprünge im 15. Jahrhundert liegen. Obwohl es heute nicht mehr als Kloster genutzt wird, zeugen seine erhaltenen Bauteile von einer langen Geschichte und sind als Baudenkmal geschützt.

Geschichte+

Die genaue Gründungszeit des Clarissenklosters ist nicht überliefert, doch eine erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1471. Ursprünglich als Beginenkonvent gegründet, schlossen sich die Nonnen bald den Regeln der heiligen Franziskus und Klara an. Das Kloster, auch als „Süsterhus des heiligen Cruces“ bekannt, war dem Heiligen Kreuz geweiht. Eine eigene Kapelle durften die Schwestern erst ab 1489 nutzen, zuvor besuchten sie die Marktkirche. Die Leitung oblag einer Mater unter Aufsicht eines Franziskaner-Provinzials. Zum Besitz gehörten ein Garten und ein Hof sowie Kapital bei der Kämmerei Hildesheim. Die Nonnen waren für ihre Bildung bekannt, schrieben Bücher ab und widmeten sich wohltätigen Arbeiten. Nach der Reformation wurde den Clarissen ein lebenslanges Wohnrecht zugesichert. Das Kloster wurde nach dem Stadtbrand von 1540 wiederaufgebaut und erst 1582, nach dem Tod der letzten Nonne, endgültig aufgelöst und privatisiert.

Lage+

Das Clarissenkloster befindet sich in der Maschenstraße im südwestlichen Teil der Altstadt von Einbeck, einer Stadt in der Region Northeim, Niedersachsen, Deutschland.

Vor Ort+

Von der ursprünglichen Klosteranlage ist heute eine massive Brandwand erhalten, die 19,5 Meter lang, 8,7 Meter hoch und 1,3 Meter stark ist. Diese Mauer stammt vom Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1549. Weitere Bestandteile waren ein eingestürzter Keller und die steinernen Untergeschosse eines südlichen Anbaus, der möglicherweise als Kapelle, Archiv oder Abtritt diente. Heute beherbergt ein Teil des Gebäudes ein Café.

In der Naehe+
  • Burgruine Heldenburg (Burg, 3836 m)
  • Schloss Rotenkirchen (Schloss, 5837 m)
  • Burgruine Greene (Burg, 6282 m)
  • Burgruine Grubenhagen (Burg, 6750 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Clara Ebb / CC0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.8176, 9.8650