Privatbesitz
Château Denens

Ein Vorgängerbau (befestigtes Haus) wurde bereits 1005 in einem lateinischen Dokument, dass vom Bischof von Genf stammt, erwähnt. Die unter Ludwig von Savoyen im 14. Jahrhundert erbaute Burg wurde im 17. Jahrhundert in ein Schloss umgewandelt; vom mittelalterlichen Bau sind Teile der Wehranlage erhalten. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert wechselte das Schloss oft die Eigentümer. Es gelangte 1365 an Margerite d’Oron, dann an die Familie von Compey, welche es von 1370 bis 1531 besaßen. Das Wappen von Denens, eine Krähe auf einem Berg, lässt sich von jenem von Jeanne Curnillon ableiten, die das Schloss in der Mitte des 16. Jahrhunderts besass. Der Besitz wurde als Erbe oder als Mitgift übertragen. Denens bleibt bestehen trotz der kriegerischen Tumulte, ohne belagert oder angegriffen zu werden.
Nachdem es in die Hände der Tavel überging, befand sich das Schloss in den Händen der Familie de Buren, eine wichtige Dynastie der Region. Ludwig de Buren der letzte Vogt von Bern bis Lausanne. Er war Offizier und Propagandist im französischen Dienst, bevor er sich in der Schweiz niederliess. Ludwig de Buren half in Toulon einem jungen Gefreiten Napoleon Bonaparte aufzusteigen. Dieser besuchte ihn in 1797 im Schloss Saint-Maire in Lausanne, um ihn für seine Geste zu danken.
Das Schloss Denens wurde 1802 von den Bourla-Papey angegriffen wurden. Patois bedeutete „brennende Papiere“ und bezeichnet die revoltierenden ländlichen Bauern, die zu dieser Zeit die Schlösser Sarraz, Bière, Mollens, Pampigny, Saint-Saphorin, Vufflens und Denens angriffen. Unter dem Slogan "Frieden für die Männer, Krieg dem Papier!" investierten sie die zentralen Verwaltungsstellen der waadtländischen Macht und verbrannten die Dokumente, die die Erhebung der Steuern erlaubten.
Um 1785 brannte das Schloss nieder. Er wurde wieder aufgebaut, verlor aber seinen militärischen Stellenwert, um zu einem Edelhaus zu werden. Einige Jahre später gelangte die Vogtei von Buren an der Berner Grenze. Da er eher gutmütig war, wurde ihm erlaubt, zurückzukommen und in seinem Wohnsitz von Denens zu leben. Leider war der Mensch Spieler und verlor einen grossen Teil seine Güter mit schlechten Karten. Seine Söhne und sein Bruder mussten ihn unter Schutz stellen, bevor er alles verschwendete. Infolgedessen blieb von dem alten Besitz, die eines der grössten Gebiete der französischen Schweiz darstellten, für seine Nachkommen nur das Schloss, umgeben von einigen Wäldern und kultivierbarer Erde. Seit diesem Zeitalter blieb das Schloss das Eigentum der Familie von Buren verlassen, die es auch heute noch bewohnen.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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