Diözese Annecy
Château de Trésum

Das Schloss Trésum oder Trésun ist ein ehemaliger Adelssitz aus dem 17. Jahrhundert, der sich in der Gemeinde Annecy im Département Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes befindet. Es beherbergt heute das Bistum Annecy.
Lage+
Das Schloss Trésum liegt im französischen Département Haute-Savoie in der Gemeinde Annecy. Es wurde am Hang der Nordhänge des Semnoz-Gebirges erbaut und überblickt den See von Annecy.
Geschichte+
Im Jahr 1649 kaufte Mgr. Charles-Auguste de Sales, Neffe des heiligen Franz von Sales, Fürstbischof von Genf im Jahr 1645, ein Haus von der Familie Mermillod, mit Obstgarten, Weinbergen, Wald und Garten, um dort seine Residenz zu errichten. Im Jahr 1653, bei der Eröffnung der Baustelle, wurde eine Medaille des Kaisers Domitian entdeckt. Das Gebäude wurde teilweise von 1653 bis 1656 errichtet, blieb aber unvollendet. Charles-Auguste de Sales zog 1656 zum Dreifaltigkeitsfest ein. Nach seinem Tod im Jahr 1660 ging das Schloss an seinen Bruder Jean-François de Sales, Graf von Thorens, über, der die Jahreszahl 1601 in die Türen eingravieren ließ. Es blieb bis zur Französischen Revolution im Besitz der Familie de Sales. Nach der Konfiszierung von Marquis Benoît-Maurice de Sales diente es zunächst als Unterkunft für französische Truppen und wurde dann an den Bürger Jean-Claude Burnod, Anwalt, Syndikus von Annecy und Mitglied der literarischen Akademie der Arkaden in Rom, vermietet. Dieser machte es zum Sitz des Jakobinerklubs. Bei den antirevolutionären Unruhen vom 21. August 1793, bekannt als „Bagarre d'Annecy“, unter der Führung von Graf d'Alex, François-Marie de La Fléchère, geplündert, wurde das Schloss kurz darauf von Recordon zurückgekauft. Im Januar 1796 traf sich Dubouloz, ein refraktärer Generalvikar, dort mit François-Thérèse Panisset, dem konstitutionellen Bischof des Départements Mont-Blanc. Während der Restauration befand sich das Schloss in den Händen des Präfekten Félix de Roussy, der vom König von Sardinien zum Marquis erhoben wurde und das ehemalige Anwesen der Familie seiner Frau, Pauline de Sales, zurückkaufte. Durch Heirat ging es dann an die Familie de Pontgibaud über. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es die Residenz des Barons Bardet de Thieux. Das zu dieser Zeit fertiggestellte Schloss wurde den Visitandinnen vermacht und wurde zur Residenz der Jesuiten. Seit 1993 hat Mgr. Hubert Barbier den Sitz des Bistums Annecy dorthin verlegt.
Beschreibung+
Das Schloss Trésum präsentiert sich heute als ein viereckiges Gebäude, das an seinen vier Ecken von einem Erker flankiert wird. Mit Ausnahme des östlichen Teils, der aus dem 17. Jahrhundert stammt, geht der Rest des Gebäudes auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück. Eine von Charles-Auguste de Sales gewünschte Inschrift, Tres Unum Sunt nomen V.S. salus (zu Ehren der Dreifaltigkeit), ziert den Giebel der beiden Eingangstüren. Sie ist der Ursprung des Namens des Schlosses und später des umliegenden Viertels.
Innenraum und Möbel+
Charles-Auguste de Sales schmückte das Innere unter anderem mit einem Ganzkörperporträt von Louis de Sales, seinem Vater, und angeblichen Porträts der Pröpste des Domkapitels von Genf, die er malen ließ, alles begleitet von heidnischen Gemälden, die von der Mythologie inspiriert waren. Von der Dekoration, in der die Familie de Sales lebte, ist heute nur noch eine bemalte Decke erhalten, die 1992 wiederentdeckt wurde. Diese stellt Wappenmotive dar, die an die traditionelle Toga der Pilzsammler der Region erinnern sollen.
Außenbereich und Garten+
Charles-Auguste de Sales ließ auch am Waldrand, südlich des Schlosses, einen Pavillon errichten. Dieser verfügt an seiner Basis über einen großen Portikus, der einen Brunnen beherbergt, und im Obergeschoss über einen Gewölberaum. Seitdem haben die Jesuiten unter dem Portikus eine Holzstatue des seligen Pierre Favre aufgestellt. Die Wappen der Familie de Sales sind am Gewölbe des einzigen Raumes im Obergeschoss angebracht.
Anmerkungen und Referenzen+
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Anthony Levrot / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 45.8934, 6.1314