Privatbesitz
Château de Chassenon

Das Château de Chassenon (auch Château des Chassenon genannt) ist ein historisches Schloss in der Gemeinde Xanton-Chassenon im Département Vendée (Region Pays de la Loire) im Westen Frankreichs, im Kanton Fontenay-le-Comte.
Der erste bekannte Herr von Chassenon war Thibaud Chabot, der das Anwesen um 1220 durch seine Heirat mit Aënor de Brosse erwarb. Später ging es durch Erbschaft an die Familie Volvire und weitere Besitzer über. Das heutige Schloss wurde in den 1780er Jahren von Antoine Anthisme Walsh, Seigneur de Chassenon, in der Nähe eines älteren Gebäudes errichtet, das bis heute erhalten ist. Nach der Französischen Revolution wurde das Gut 1807 an Jean-Joachim Möller verkauft, einen wohlhabenden Kaufmann und Bankier norwegischer Herkunft, der vor der Revolution dänischer Konsul in Nantes gewesen war. Es blieb im Besitz der Familie Möller und ging später an die Familien Querqui und Sioc’han de Kersabiec über. In jüngerer Zeit gehört es Roderic und Elisabeth van Praet d’Amerloo.
Das bemerkenswerteste Element der Anlage ist die Renaissance-Fontäne (Fontaine de la Fosse) im Schlosspark. Sie wurde um 1550 von Jacques Le Venier in Auftrag gegeben und von dem Bildhauer Léonard de la Réau in La Fosse (Mouilleron-en-Pareds) geschaffen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts ließ die Familie Möller sie in den Park von Chassenon versetzen und unter der Leitung von Octave de Rochebrune restaurieren. Die 6,5 Meter hohe Fontäne mit zwei Ebenen antikisch inspirierten Dekors, einem schuppenbedeckten Kuppeldach und einer später hinzugefügten Laterne gilt als bedeutendes Beispiel der Renaissance-Skulptur des 16. Jahrhunderts im Bas-Poitou. Sie wurde 1956 zum Monument historique erklärt. Nachdem sie im Dezember 1999 unter einem umgestürzten Zedernbaum zusammengebrochen war, wurde sie in jüngerer Zeit sorgfältig durch Anastylose (unter Wiederverwendung von mehr als 60 % der originalen Steine) wiederaufgebaut.
Das Schloss und sein Park bilden ein privates Anwesen von historischem und architektonischem Interesse in der südlichen Vendée.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Collection A. Robin, Fontenay-le-Comte · Wikimedia Commons · Public domain
Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.
Lage: 46.4780, -0.7025