Privatbesitz
Château de Cas

Das Château de Cas ist ein Schloss in der Gemeinde Espinas im Département Tarn-et-Garonne.
Geschichte+
Das Schloss, ein Verteidigungsbau, wurde im 9. Jahrhundert an einem von Gallo-Römern besetzten Ort errichtet. Es gehörte während der Hospitaliterzeit zu den Besitztümern der Kommende La Capelle-Livron. Es wurde im 14. Jahrhundert und dann im 17. Jahrhundert umgebaut. Der Garten stammt aus dem 18. Jahrhundert (der aktuelle ist nur davon inspiriert, da er in der Vergangenheit zerstört wurde), ebenso wie der Taubenschlag. Claude-Marie, Graf von Lastic Saint-Jal, Adjutant des Herzogs von Aiguillon, Kavalleriebrigadier und Gouverneur von Carcassonne, ließ sich im 18. Jahrhundert dort nieder: 1787 heiratete er Henriette de Lacapelle, die Tochter der damaligen verwitweten Besitzerin. Die Kapelle, die aus dem Jahr 960 stammt, beherbergt die Familiengruft. Das Schloss wurde seit 1437 nie verkauft und wurde von Generation zu Generation und durch aufeinanderfolgende Allianzen weitergegeben. Während der Revolution stark beschädigt (Möbel geplündert, Wappen verbrannt, Bergfried und ein Turm erniedrigt), wurde es Ende des 19. Jahrhunderts restauriert (Dach und Fenster), dann während des Zweiten Weltkriegs erneut beschädigt: Die Besitzer hatten Munition für die Forces françaises libres in einem Raum im Keller versteckt und diesen dann zugemauert. Als sie erfuhren, dass sie denunziert worden waren, hatten sie jedoch noch Zeit, die Munition in Höhlen in den umliegenden Klippen zu verlegen. Die Deutschen suchten daher vergeblich nach der Munition und beschädigten das Schloss als Vergeltung. Es wurde ab den 1980er Jahren von Lyonnel und Jeanne de Lastic wieder instand gesetzt. Das Denkmal ist seit dem 11. Oktober 1984 als historisches Denkmal eingetragen. Es bewahrt Archive, von denen einige aus dem Jahr 1310 stammen. Im Jahr 2015 erhielt das Schloss die große Trophäe für die schönste Restaurierung, verliehen von Propriétés de France, Le Figaro Magazine und der Fondation pour les monuments historiques, in Partnerschaft mit La Demeure historique. Das sogenannte „Louis XIV“-Zimmer soll Philipp IV. den Schönen beherbergt haben. Jean-Albert de Lastic, Neffe der Gräfin von Ségur mütterlicherseits, soll außerdem als Modell für Un bon petit diable gedient haben. Das Schloss ist seit 1983 für Besichtigungen geöffnet. Es wird auch für Hochzeiten und Seminare vermietet.
Anmerkungen und Referenzen+
Siehe auch+
Taubenschlag von Cas
Interne Links+
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Externe Links+
Ressource zur Architektur: Mérimée
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Hervé Rebours
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 44.2003, 1.7716