Die Burgruine kann besichtigt werden
Château de Bourbon-l'Archambault

Das Château de Bourbon-l'Archambault ist eine imposante Burgruine in Zentralfrankreich, die einst als Stammsitz der mächtigen Herren von Bourbon diente. Gelegen auf einem Hügel, der das Burge-Tal überblickt, dominiert die Festung die gleichnamige Stadt und zeugt von einer bewegten Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht.
Geschichte+
Die Region um Bourbon-l'Archambault war bereits in der Antike besiedelt. Ab dem 10. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum Zentrum einer Viguerie und zur Hauptstadt des Bourbonnais. Eine erste Erwähnung eines Castrums findet sich in einer Chronik aus dem Jahr 761, die von dessen Zerstörung durch Pippin den Jüngeren berichtet. Im Jahr 947 wurde eine hölzerne Burg erwähnt, die von den Herzögen von Bourbon erbaut wurde. Diese Adelsfamilie baute ab dem 12. Jahrhundert ein bedeutendes Herzogtum auf. Unter Philippe Auguste und Archambaud VIII. von Bourbon wurde die Burg im 13. Jahrhundert erweitert und mit runden Ecktürmen versehen. Nach der Heirat von Mathilde I. von Bourbon mit Guy II. de Dampierre gelangte die Burg in den Besitz der Dampierre. Zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erfolgte ein Ausbau zu einer mächtigen Festung mit fünfzehn Türmen. Ludwig I. von Bourbon, der erste Herzog, ließ die Festung um 1315 weiter vergrößern und gründete eine „Heilige Kapelle“. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg mehrfach von englischen Banden angegriffen und in Brand gesteckt. Ludwig II. ließ sie nach 1370 wieder aufbauen. Johannes II. erneuerte um 1485 die „Heilige Kapelle“. Nach dem Tod Karls III. im Jahr 1523 fiel die Burg an Franz I. und später an Heinrich III., wodurch sie königlich wurde. Im 16. Jahrhundert verlor die Burg ihre militärische Bedeutung und wurde aufgegeben. Im 18. Jahrhundert wurde ein Teil der Burg durch einen Brand verwüstet, woraufhin der Prinz von Condé Instandsetzungsarbeiten veranlasste. Während der Französischen Revolution wurde die Burg beschlagnahmt und 1793 der Abriss beschlossen, wobei drei Türme an der Nordfront erhalten blieben. Im 19. Jahrhundert ging die Burg an den Herzog von Aumale, Henri d’Orléans, der ein kleines Museum in den Ruinen einrichtete. Seit 1974 gehört die Burg zur Familienstiftung Fondation Saint-Louis.
Lage+
Die Burgruine befindet sich in der Gemeinde Bourbon-l'Archambault im Département Allier in der Region Auvergne, Frankreich, auf einer Höhe von etwa 238 m über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die Burgruine kann heute besichtigt werden. Erhalten sind die drei Wehrtürme an der Nordseite, die einst das herrschaftliche Wohnhaus schützten, sowie Teile der hohen Ringmauer. Auch der runde Glockenturm „Qui qu’en Grogne“ mit seiner im 18. Jahrhundert eingebauten Uhr ist erhalten geblieben.
In der Nähe+
- Château de la Pommeraye (Schloss), ca. 5.2 km entfernt
- Château de Beaumont (Schloss), ca. 6.4 km entfernt
- Château du Plessis (Schloss), ca. 6.7 km entfernt
- Château de Clusors (Burg), ca. 7.5 km entfernt
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Hervé Rebours
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 46.5882, 3.0585