Die Ruine kann besichtigt werden
Château d’Havré

Das Château d’Havré ist eine Schlossruine im Ortsteil Havré der belgischen Stadt Mons in der wallonischen Provinz Hennegau.
Die Anfänge des Schlosses sind erst ab 1226 nachweisbar, auch wenn die Grafen von Flandern und dem Hennegau den Ort Havré schon seit dem 11. Jahrhundert befestigt haben. Im Jahr 1255 heiratete Ida von Mons Engelbert von Enghien, und ihre Nachkommen besaßen Schloss Havré bis 1423. Dann überließ Gerhard von Enghien den Besitz Christoph von Harcourt. Durch Heirat gelangte das Schloss in den Besitz der Familien Dunan, Longeville und Croÿ.
Philippe II. de Croÿ , einer der Generäle des Kaisers Karl V. und ab 1537 dessen Groß-Bailli sowie Gouverneur der Grafschaft Hennegau wurde 1518 Schlossbesitzer. Er heiratete am 9. August 1548 in zweiter Ehe Anna von Lothringen (* 25. Juli 1522; † 15. Mai 1568), einer Tochter des lothringischen Herzogs Anton II.. Er starb noch vor der Geburt des Sohnes Charles-Phillippe (* 1. September 1549; † 25. November 1613), der das Anwesen erbte. Verwundet durch einen Musketenschuss wurde Charles-Philippe von Ambroise Paré, dem ersten Chirurg König Karls IX. auf Schloss Havré behandelt.
1578 überstand das Schloss eine Belagerung durch Don Juan de Austria und den Herzog von Anjou ohne größeren Schaden. Doch bei einem Feuer im Jahr 1579 wurde es bis auf die Grundmauern verwüstet. Im 17. Jahrhundert entstand die heutige Schlossanlage unter Charles Alexandre de Croÿ. Kurz nach der französischen Invasion wurde das Schloss 1792 als nationales Eigentum verkauft. 1807 wurde es vom Haus Croÿ wieder zurückgekauft.
Das Schloss wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aufgegeben, und seit 1930 verfiel das Anwesen zur Ruine.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.4642, 4.0395