BurgFrojach-Katsch

Burgruinen Schallaun/Luegg (Puxerloch)

Burgruinen Schallaun/Luegg (Puxerloch)

Die Reste der Burgruine können besichtigt werden

Die im Volksmund als Puxerloch bezeichneten beiden Höhlenburgen Luegg und Schallaun sind zwei der wenigen noch erhaltenen Höhlenburgruinen in Österreich. Beide Burgen bildeten wehrtechnisch eine Einheit.

Die Burg Schallaun wurde 1181 erstmals urkundlich erwähnt. Nach Ihr nannte sich in diesem Jahr ein "Marchward de Schalvun". Später war die mit Burgfried und Fischereirechten ausgestattete Burg Schallaun bis 1472 Besitz der Saurau. Ihnen folgten die Liechtensteiner auf Obermurau. Von 1481 bis 1490 war die Burg Schallaun von ungarischen Truppen besetzt worden. 1578 scheint die bereits mit der Herrschaft Pux verbundene Burg im Besitz der Prankh auf. Die Burg Schallaun ist heute nicht mehr begehbar, bzw. nur mit alpiner Ausrüstung erreichbar.

Im 12. Jahrhundert wurde das "Puxer Loch" als Sitz der Herren von Lueg erwähnt. Im 13. und 14. Jahrhundert war die Burg im Besitz der Teufenbacher. Im 15. Jahrhundert war das "Haus zu dem Lueg genannt Pux" ein Cillier Lehen das teils im Besitz der Puxer und teils in Besitz dem der Teufenbacher war, die auch im 16. und 17. Jahrhundert als Lehensinhaber aufschienen. Verwaltungsmäßig war Luegg mit der Herrschaft Neu-Teufenbach verbunden. 1769 erhielt Carl Graf Lengheim und 1820 Alois Graf Trautmannsdorf das landesfürstliche Lehen über sie bereits verfallene Burg.

Im 18. Jahrhundert wurden die beiden Höhlenburgen mittels Soldaten aus Ungarn gesäubert, was ebenfalls zu einer weiteren Zerstörung der Anlagen beitrug. Dennoch war die Burg Luegg bis ins 19. Jahrhundert bewohnt. Im 19. Jahrhundert hatte sich auch eine Räuberbande in den Burgen eingenistet. Dies war der Anlass, die bis dahin noch ziemlich gut erhaltene Anlage endgültig zu zerstören.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at

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Lage: 47.1379, 14.3479