Schloss/BurgBaden-Baden

Burgruine Yburg

Burgruine Yburg

Die Burgruine kann besichtigt werden

Die Yburg ist die Ruine einer Höhenburg am westlichen Rand des Schwarzwalds nahe Baden-Baden.

Lage+

Die Yburg liegt am Übergang von der Oberrheinischen Tiefebene zum Schwarzwald auf dem Gipfel des 520,1 m ü. NHN hohen Ybergs. Sie ist das Wahrzeichen des Baden-Badener Reblandes und der Ortschaften Steinbach, Neuweier und Varnhalt. Von der Burg hat man einen hervorragenden Rundumblick auf Rheinebene und Schwarzwald.

Geschichte+

Der genaue zeitliche Ablauf der Entstehung ist nicht bekannt. Wahrscheinlich wurde die ehemalige Ritterburg um 1200 gebaut, zumindest war um diese Zeit eine rege Bautätigkeit festzustellen. In der ersten bekannten Bauphase wurden der westliche Bergfried und die Ringmauer erstellt. Von der ursprünglichen Burg sind nur noch Mauerreste und der Turm erhalten. Die Markgrafen von Baden hatten die Burg als Reichslehen. Markgraf Hermann V. erbte die Herrschaft Iberg 1190 mit den Kirchspielen Steinbach und Sinzheim. Seine Witwe stiftete 1245 das Kloster Lichtenthal; die Urkunde anlässlich einer Schenkung an das Kloster enthält die erste schriftliche Erwähnung der Burg. Ihr lässt sich entnehmen, dass die Vögte Burkhard und Heinrich Röder die Burg als Lehen von den Markgrafen Hermann VI. und Rudolf I. genommen haben. Die nächste Erwähnung ist 1309 der Übergang der Burg an Markgraf Friedrich II., infolge einer Erbteilung. Für 3140 Pfund Heller wechselt die Burg 1328, zusammen mit Sinzheim und Steinbach, von Markgraf Friedrich II. an seinen Vetter Rudolf III. Markgraf Friedrich II. behielt sich jedoch ein Wiederkaufsrecht an der Burg vor. Die Yburg ist nach dem Yberg, auf dem sie steht, benannt, wobei nach Aussage der Infotafel vor der Burg der Name Yberg auf Eibenberg zurückgeht, also einen mit Eiben bestandenen Berg.

Erste Zerstörung der Burg+

1333 war Steinbach als Pfand unter dem Grafen von Öttingen; dieser stand im Streit mit dem Bischof von Straßburg. Es wird vermutet, dass die Ritter von Bach und von Stein, die Vögte Röder der Yburg, sowie drei Besitzer von Herrenhäusern aus Steinbach einen Warenzug des Bischofs überfallen haben. Bei diesem Raubzug wurden nicht nur die Waren erbeutet, sondern man nahm die Kaufleute auch noch als Geiseln gefangen, um ein Lösegeld zu erpressen. Der Bischof von Straßburg war darüber so sehr erzürnt, dass er den Rittern den Krieg erklärte, in dessen Folge die Herrenhäuser, Edelhöfe und die Yburg zerstört wurden. In der Folgezeit gibt es einige urkundliche Erwähnungen beim Wechsel der Eigentümer der Burg. Der letzte Ritter der Yburg wird 1442 der Ritter Konrad. Ab 1510 wird dann die alte Schreibweise Iburg nicht mehr verwendet und man schreibt Yburg nach heutiger Schreibweise.

Zweite Zerstörung der Burg+

In den Jahren 1450 bis 1525 kommt es immer wieder zu Übergriffen der Herren der Yburg und anderer Fürsten auf Bauern und Arbeiter; belegt sind einige Überfälle der mehr als 80 Mann starken Besatzung der Yburg auf Arbeiter im Steinbruch Varnhalt. 1525 schlagen die Bauern dann im Bauernaufstand zurück und brandschatzen die Yburg. Bei der Erbteilung von 1535 kam die Yburg zur Markgrafschaft Baden-Baden. Markgraf Eduard Fortunat versuchte 1594, auf der Yburg sein Vermögen durch Falschmünzerei und durch den Betrieb einer Alchemistenwerkstatt in den Kellergewölben zu mehren; zu diesem Zweck hatte er den Alchimisten Francesco Muskatelli und seinen Gehilfen Paul Pestalozzi in seine Dienste gestellt. Im Jahre 1598 kam die Yburg im Rahmen der oberbadischen Okkupation unter die Verwaltung der badisch-durlachischen Linie, die von 1617 bis 1622 den östlichen Bergfried und den Torzwinger mit der Bastei neu befestigen und Geschütze platzieren ließ. Seit 1622 gehörte die Yburg wieder zu Baden-Baden.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Com1 manu at German Wikipedia · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 de

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Lage: 48.7306, 8.2003