Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Stettenburg

Der Burgstall Stettenburg bezeichnet eine abgegangene Spornburg in Obervolkach. Heute gehört die Burgruine zur Stadt Volkach im bayerischen Landkreis Kitzingen.
Der Burgstall Stettenburg befindet sich etwa 1000 Meter nordwestlich der katholischen Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Obervolkach auf einem nach Westnordwesten gerichteten Sporn des 273,7 m ü. NN hohen Stettenberges, in der dortigen Flur Dornstück.
Der in seinem Nordteil bewaldete, und im Süden als Weinberg genutzte Berg wird an der West- und Südwestseite von der Volkach umflossen, östlich und südöstlich wird er vom Tal des Weidachbaches begrenzt. Die Burgstelle liegt etwa 30 Höhenmeter westlich unterhalb des Gipfelpunktes des Berges, und wird an drei Seiten durch mäßig steil abfallende Hänge und vom Fluss Volkach geschützt. Mehrere Wege führen heute von Obervolkach zur ehemaligen Burg.
Das genaue Gründungsdatum der Burg ist nicht bekannt, bei der ersten Nennung Volkachs im Jahr 906 wird weder ein Dorf Obervolkach, noch eine Stettenburg erwähnt. Die Entstehungszeit wird durch die Buckelquader mit umlaufendem Randschlag für das 13. Jahrhundert angenommen. Demnach wurde sie wohl während der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts errichtet, allerdings existierten bei ihrer Ersterwähnung im Jahr 1225 nur noch Gräben einer Burg (lat. iuxta fossatum castri Stettenberg). Sie gehörte wohl Lehensträgern des Würzburger Fürstbischofs. Sie werden in einer Urkunde Graf Ruperts zu Castell erwähnt, der damals Weinberge neben der Stettenburg besaß. Ebenso existierte hier im 13. Jahrhundert eine Mühle, die "molendium sub castro" (dt. Mühle unter der Burg) genannt wurde.
Im Jahr 1339 erhielt Friedrich von Castell von Kaiser Ludwig dem Bayern die Erlaubnis die Burg wieder zu errichten ("purkstal zu Stetenberg"). Zu dieser Neuerbauung kam es allerdings nie, weil der Würzburger Fürstbischof seine Zustimmung verweigerte. Zwei Burgherren wurden später noch genannt, die von Bischof Otto von Wolfskeel eingesetzt wurden. Heute befindet sich die Ruine in Privatbesitz. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege führt die Ruine als Baudenkmal unter der Nummer D-6-75-174-289, auch Gräben und Wälle sind als Bodendenkmal D-6-6127-0106 verzeichnet.
Beschreibung+
Die vermutlich einteilige Höhenburg weist einen rechteckigen Grundriss auf, der sich von Nordwesten nach Südosten hinzieht. Die Länge der Burgstelle beträgt etwa 80 Meter, breit ist sie 40 Meter. Die am meisten gefährdete Ostseite der Burg wurde durch einen Halsgraben geschützt, von dem nur noch an den Berghängen im Norden und im Süden Reste erhalten sind. Ein Großteil dieses Grabens ist heute zugeschüttet und verebnet. Ebenso ist ein dem Halsgraben an der Innenseite folgende Wall kaum noch zu erkennen, er ist wohl der Rest der verstürzten Ringmauer. An der Nordostecke der Anlage ist das Fundament dieser Ringmauer noch zu sehen. Nach Westen zur Spornspitze hin fällt der Bering geländebedingt leicht ab.
An den Halsgraben schießen sich südlich und nördlich des Burggeländes noch zwei weitere Gräben an, diesmal als Hanggraben ausgebildet. Der nördliche Hanggraben ist noch zwei Meter tief und fünf Meter breit. Die Westseite der Anlage schließt ein noch bis zu zwei Meter breiter und einen Meter hoher Wall ab, der sich dort noch 20 Meter entlangzieht.
An der östlichen Schmalseite, der Angriffsseite der Burg, wurde ein Bergfried, das einzige als Ruine erhaltene Bauwerk der Anlage, errichtet. Er stand etwa in der Mitte dieser Seite, rund zehn Meter hinter dem Halsgraben. Die Grundfläche dieses quadratischen Turmes betrug acht mal acht Meter, die Wandstärke zwei Meter. Vom Bergfried steht das aufgehende Mauerwerk noch etwa vier Meter hoch an, es wurde in Zweischalentechnik errichtet. Die äußere Verblendung wurde aus Buckelquader mit umlaufendem Randschlag hergestellt, innen wurden Kleinquader vorgeblendet. Das Füllmauerwerk besteht aus Bruchstein. Auch hat sich eine schlitzartige Öffnung durch die Wandstärke erhalten.
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mobile Geschichte
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.8817, 10.2525