Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Starhemberg
Die Burgruine Starhemberg liegt im Piestingtal in Niederösterreich auf einem Hügel unweit von Dreistetten. Die große Burgruine erstreckt sich auf der Bergkuppe von Südwest nach Nordost.
Der Name Starhemberg wird vom ursprünglichen Namen 'starker Berg' oder 'Starkenberg' abgeleitet. Mit dem oberösterreichischen Adelsgeschlecht Starhemberg hat diese Burg nichts zu tun. Als Erbauer gilt Markgraf Otakar III. von Steiermark, welcher zwischen 1140 und 1145 an dieser Stelle eine kleine Burg errichtete. Die Piesting war zu dieser Zeit die Grenze zwischen der Steiermark und der Ostmark. 1192 fiel die Steiermark und damit auch die Burg an die Babenberger. Der letzte Herzog der Babenberger, Friedrich der Streitbare, ließ die Burg ausbauen und neu befestigen. Im 13. Jahrhundert zählte Starhemberg zu den bedeutendsten Burgen in Niederösterreich.
In Kriegszeiten waren das Archiv und der Familienschatz hier geborgen und wurden vom Deutschen Ritterorden bewacht. Nach der Schlacht von Dürnkrut 1278 erhielten die Habsburger die Burg. 1482 wurde die Burg von Matthias Corvinus eingenommen.
Bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung von 1683 bot die Burg der umliegenden Bevölkerung Schutz vor den Truppen der Osmanischen Armee.
Um der neuen Dachsteuer zu entgehen, ließen die Grafen Heussenstein um 1800 Türen und Fensterstöcke herausbrechen und die Dächer abdecken. Damit begann der Verfall der Burg. Um 1870 stürzte ein Großteil des Palas ein. Bis in die Mitte des 20. Jh. wurde die Ruine von der Bevölkerung zur Gewinnung von Baumaterial verwendet.
Im Frühjahr 1945 lag in der Ruine eine Einheit der Waffen-SS, die am Turm über der Kapelle einen Beobachtungsposten unterhielt. Russisches Artilleriefeuer fügte den Mauern schwere Schäden zu.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bemühte sich ein örtlicher Burgenverein ("Freunde der Burg Starhemberg") um die Sanierung der Ruine. Seit 2007 ist sie aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at/noe/niederoesterreich.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.8666, 16.0991