RuineBad Salzungen

Burgruine Schnepfenburg

Burgruine Schnepfenburg

Die Reste der Ruine können besichtigt werden

Die Schnepfenburg war eine im Mittelalter errichtete Burg in der Stadt Bad Salzungen im Wartburgkreis in Thüringen.

Salzungen war im Mittelalter ein wichtiger Salinenort und Knotenpunkt im Netz hessisch-thüringischer Fernstraßen. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit hatten die Kelten unweit des Burghügels eine salzhaltige Quelle entdeckt und zur Salzgewinnung eine befestigte Siedlung gegründet. Bei Ausgrabungen auf dem Burgberg wurden auch aus den folgenden Besiedlungsphasen bis in das Spätmittelalter Kulturschichten nachgewiesen. Vermutlich schon von den Franken wurden weitere Befestigungen angelegt. Unter dem Kloster Fulda wurde diese Burganlage um 1160 begründet und militärisch ausgerüstet. Deren Ersterwähnung erfolgte 1166. Die Burganlage wurde später in die Stadtbefestigung einbezogen und bildete das südwestliche Bollwerk. Die Burgmannen waren verpflichtet sich innerhalb der Stadt gelegene Wohnsitze zu erbauen, zu ihnen gehört der Haunscher Hof. In Stadtchronik wird der Name der Burg zunächst nicht erwähnt, erst der Fund eines Dokumentes im Behälter an der Turmspitze gab den Namen preis, dort ist die Rede von der „unüberwindlichen Schnepfenburg“. Die Burg wurde zeitweise von den Grafen von Frankenstein besessen, die auf der gegenüberliegenden Talseite ihre Stammburg - den Frankenstein errichtet hatten. Beide Burgen wurden 1295 durch König Adolf von Nassau belagert und eingenommen. Die Schnepfenburg blieb als Stadtburg und Amtssitz von Bedeutung und diente auch als Gerichtsort und Kerker. Beim letzten großen Stadtbrand im Jahr 1786 geriet auch die Schnepfenburg in Brand und musste teilweise abgebrochen werden. Auf den Grundmauern der Burg errichtete man das heutige Amtsgerichtsgebäude und die Salzunger Stadtkirche.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

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Lage: 50.8115, 10.2347