Die Reste der Burgruine können besichtigt werden
Burgruine Rottenburg
Die Rottenburger waren eines der mächtigsten Tiroler Adelsgeschlechter. Sie kamen aus Bayern und waren ursprünglich Ministeriale der Grafen von Andechs und dann der Grafen von Tirol. Ihre Stammburg, die Rottenburg oberhalb von Rotholz, wird 1149 urkundlich erstmals erwähnt. 1263 wird sie als castrum bezeichnet.
1409 beging der Landeshauptmann Heinrich VI von Rottenburg Hochverrat, als er sich mit anderen Tiroler Adeligen verbündete, die Bayern ins Land rief und gegen Herzog Friedrich IV rebellierte. Dieser konnte den Aufstand niederschlagen und den Rottenburger gefangen nehmen. Er musste 1411 Urfehde schwören und wurde kurz danach in Südtirol erschlagen. Sein Vermögen und seine Burgen wurden eingezogen. Die Rottenburg wurde bei diesen Kämpfen belagert, erobert und dann weitgehend zerstört.
Ab 1460 wurde sie unter Herzog Sigmund im gotischen Stil erneuert und von landesfürstlichen Pflegern verwaltet. Zeitweise wurde sie auch als Pfand vergeben. Zu den Pfandherren zählten u. a. Mathias Thürndl (1468), Veitjakob Tänzl (1502), die Familie Schurff (1515), der Markgraf Karl von Burgau (1596) und von 1704 bis 1846 die Grafen Tannenberg.
1594 wurde der Gerichtssitz nach Rotholz verlegt, was durch Vernachlässigung der Erhaltungsarbeiten zum schleichenden Verfall führte. Um 1700 zogen auch die letzten Angestellten nach Rotholz. Die Burg blieb nahezu unbewohnt und wurde endgültig zur Ruine. 1860 gelangte diese an das Bistum Brixen und später an die Diözese Innsbruck, die sie auch heute noch besitzt. Seit 1994 bemüht man sich, die Ruine zu sichern und den weiteren Verfall aufzuhalten.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ruine_Rottenburg.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.3839, 11.7981