BurgHerzogsdorf

Burgruine Rotenfels

Burgruine Rotenfels

Die Reste der Burgruine können besichtigt werden



Die Burgruine Rotenfels (auch: Alt-Waxenberg genannt) liegt in der Nähe von Herzogsdorf im Mühlviertel in Oberösterreich. Man erreicht das Gemäuer, wenn man von dem Bauernhof Buchholz 45 dem in den Wald führenden Weg immer geradeaus folgt nach ca. 700 m. Die Burg wurde um 1136 errichtet, nach rund 160 Jahren verlassen und verfiel im Laufe der Zeit.

Beim Burgnamen Rotenfels handelt es sich um einen Lagenamen. Gebildet wurde die Fügung aus mhd. rôt (= rot) und mhd. vels (= Fels). Durch die im Mittelalter übliche dativische Ortsnennung entstand das zusammengezogene „(zum) roten-Fels“, das auf wenigstens einen Felsen rötlichen (z. B. eisenhaltigen) Gesteins hindeuten könnte.

Die Burg stellte zugleich den höchsten Punkt der Herrschaft Waxenberg dar, daher auch der Name Hochhaus, unter dem sie heute in der Bevölkerung geläufig ist.

1146 Rotenvels 1206 Rotinvels 1250 Rotenvels 1499 Rotenfelß

Es ist nicht überliefert, wer die Burg errichtet hat. Die erste Erwähnung war um 1136, als ein Colo de Rotenvelse als Inhaber erwähnt wurde. Die Rotenfels waren Ministeriale der Wilhering-Wachsenberger und waren rund 160 Jahre im Besitz der Burg. Nach Colo werden Marquart (1160), ein Leutold (1210), Hermann (1237), Wernhart (1250), Konrad (1297), der auch Abt in Wilhering war und ein Wernhart (1309 - 1328) als Besitzer genannt. Um 1356 wurde Alber als letzter Besitzer der Anlage erwähnt. Nach dessen Ableben verfiel die Burg.

Um 1291 wurde die Burg Waxenberg nur fünf Kilometer entfernt von den Wilheringern errichtet. Um 1291 dürfte auch das Landgericht von Rotenfels nach Waxenberg übergegangen sein. Manche Historiker meinen, dass Rotenfels als Herrschaftssitz der Vorgänger von Waxenberg gewesen sei, daher der Name Alt-Waxenberg. Andere meinen, die Burg sei eine Flankensicherung für Waxenberg gewesen, wie etwa auch St. Veit.

Bau+

Die Burg lag auf einem Felskamm, der nach Norden und Süden steil abfällt. Nur von der Ostseite war die Burg zugänglich. Der Felskamm hat heute den Namen Buch- oder Burgholz. Norsdseitig fällt die Wand steil ab, man könnte den Eindruck bekommen, dass diese Wand skarpiert wurde.

Heute ist nur mehr Mauerwerk vorhanden, das eine Dicke von rund 2,5 m aufweist. Der Kern besteht aus Gussmauerwerk, an der Außenseite befinden sich sorgfältig behauene Quader, die mit einem sehr harten Mörtel verbunden waren. An der höchsten Stelle erreicht die Mauer heute mehr als acht Meter. Die Anlage war rund 86 Meter lang und bis zu acht Meter breit. Die Mauer ist romanischen Ursprungs. Auf dem Weg zu der Ruine lassen sich gewaltige Granitblöcke finden.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rotenfels-1.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.4478, 14.1692