Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Rotenburg
Die Burgruine Rotenburg ist die Ruine einer Höhenburg auf einem steilen, 620,2 m ü. NN hohen Hügel im Tal der Kleinen Wiese zwischen Niedertegernau und Wieslet in der Gemeinde Kleines Wiesental im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg.
Von der Burg sind nur wenige geschichtliche Daten bekannt, erhalten haben sich nur geringe Reste von Mauerwerk sowie Wälle und Gräben zur Sicherung der Anlage. In der Nähe befindet sich die kleine Burg Bürgle.
Die frühe Geschichte dieser kleinen Burganlage ist noch unbekannt, erbaut wurde sie wohl erst in der Zeit ab dem Jahr 1200, wie aus der Art des Mauerwerkes der Kernburg zu erkennen ist. Möglicherweise könnten die Wallanlagen, die sich um den Burghügel ziehen, auch von einem älteren Vorgängerbau stammen. Die Bauherrn waren wohl die Herren von Rotenberg, eine Seitenlinie der edelfreien Familie von Rötteln. Diese wurden in der Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Nach zwei fassbaren Generationen der Familie starben sie mit Dietrich V. von Rötteln-Rotenburg um 1280 aus. Vor seinem Tod vermachte Dietrich in seinem Testament all seinen Besitz dem Fürstbistum Basel und dem Kloster St. Blasien. Allerdings fiel die Rotenburg und der zugehörige Besitz im Gegensatz dazu an die Herrschaft Rötteln und kam damit in den Besitz der Hauptlinie der Herren von Rötteln, nach deren Aussterben im Jahr 1316 an die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg.
Auch über das Ende der Burg ist nichts bekannt, möglicherweise wurde auch sie durch das Basler Erdbeben am 18. Oktober 1356 beschädigt. Im 16. Jahrhundert wurde sie jedenfalls als Ruine bezeichnet.
Beschreibung+
Die Burgruine liegt auf einem felsigen Bergkegel, der allseitig steil abfällt. Die Anlage bestand aus einer Kernburg am Gipfelbereich und möglicherweise einer Vorburg, die sich südwestlich anschloss.
Der gesamte Hügel der Kernburg ist von einem unregelmäßig ovalem Ringgraben umgeben, der aus dem anstehenden Fels geschlagen wurde (Bild 1). Diesem Graben wurde zusätzlich ein Ringwall vorgelagert. Der Burghügel steigt aus dem Ringgraben einige Meter an und war auf einer Fläche von etwa 50 mal 25 Metern mit einer ovalen Ringmauer bebaut, die an die Felswand des Burghügels angelehnt wurde und sich besonders an der Ostseite erhalten hat. Daneben befand sich etwa in der Mitte der Westseite der Burganlage ein runder Bergfried. Dieser Turm hatte einen Durchmesser von neun bei einer Mauerstärke von etwa drei Metern. Sein Mauerwerk bestand an der Außenseite aus größeren Blöcken, die innere Verschalung wurde mit kleineren nur unwesentlich bearbeiteten Quadern unregelmäßig geschichtet (Titelbild und Bild 2). Ein weiteres größeres Gebäude befand sich im Südteil der Anlage (Bild 3), von ihm hat sich ein 15 Meter langes Mauerstück aus lagerhaft verbauten Hausteinen erhalten (Bild 4), daneben befindet sich ein flacher Entlastungsbogen.
Südwestlich des Ringwalls befand sich möglicherweise eine Vorburg. Dort wurde diesem Wall ein weiter bogenförmiger Graben mit Außenwall vorgelagert.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Rotenburg_3.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.6973, 7.8076