BurgHerisau-Burghalden

Burgruine Rosenberg

Burgruine Rosenberg

Die Burgruine kann besichtigt werden

Die Burgruine Rosenberg, eine ehemalige Höhenburg, thront auf einer steilen Nagelfluhkuppe in Herisau-Burghalden. Sie ist ein markantes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst in der Region Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz und lädt Besucher zu einer Reise in die Vergangenheit ein.

Geschichte+

Die Burg Rosenberg wurde um 1200 auf dem Gebiet des Klosters St. Gallen errichtet, zeitgleich mit der Rosenburg. Beide Burgen dienten den Herren von Rorschach, Ministerialen des Klosters, zur Verwaltung und Erweiterung ihrer Grundherrschaft in diesem Rodungsgebiet. Das Geschlecht derer von Rorschach, das urkundlich seit 1176 belegt ist, verzweigte sich nach der Erbauung der Burg, wobei ein Teil der Familie den Namen „von Rosenberg“ annahm. Im Jahr 1271 feierte Abt Bertold von Falkenstein hier ein Weihnachtsfest mit 70 Rittern. Während der Appenzellerkriege wurde die Rosenberg als äbtischer Stützpunkt gestürmt und in Brand gesetzt, danach jedoch nicht wieder aufgebaut. Trotzdem blieb die Herrschaft und das Burglehen noch einige Zeit im Besitz der Familie Rosenberg. Rudolf von Rosenberg schenkte 1415 seine Hälfte des Besitzes dem Heiliggeistspital St. Gallen, während seine Schwestern ihren Anteil später an die Herisauer verkauften. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts gehörte der Burgstall wieder der Abtei St. Gallen, bis er 1805 an den Kanton und später an Private überging. Heute ist die Ruine Eigentum der Bürgergemeinde.

Lage+

Die Burgruine Rosenberg liegt auf einer Höhe von etwa 872 Metern über dem Meeresspiegel in Herisau-Burghalden, im Hinterland des Kantons Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz.

Vor Ort+

Heute sind von der Burgruine Rosenberg Teile eines palasartigen Wohnturms erhalten, dessen Mauern im Fundament bis zu drei Meter dick sind und stellenweise noch neun Meter hoch aufragen. Der Grundriss ist an die topographischen Gegebenheiten angepasst und nicht quadratisch. Besucher können einen jüngeren ebenerdigen Eingang sowie zwei ursprüngliche Luftscharten besichtigen. Ansätze einer ehemaligen Ringmauer und Vertiefungen im Nagelfluhboden, die auf eine frühere Unterteilung hinweisen, sind ebenfalls erkennbar. Ein Zisternenloch mit 1,2 Metern Durchmesser und 1,6 Metern Tiefe zeugt von der Wasserversorgung. Die Burgruine ist für Besucher zugänglich.

In der Nähe+
  • Schlössli Steinegg (Schloss), ca. 1.3 km entfernt
  • Schloss Oberberg (Gossau) (Schloss), ca. 2.1 km entfernt
  • Burgruine Rosenburg (Burg), ca. 2.3 km entfernt
  • Burgruine Urstein (Burg), ca. 3.4 km entfernt

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.swisscastles.ch/Appenzell/rosenberg_d.htm

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.3963, 9.2822