Die Ruine kann besichtigt werden
Burgruine Reuland

Die Burgruine Reuland, eine der größten Burganlagen der Eifel, thront majestätisch im Ort Burg-Reuland im deutschsprachigen Teil Ostbelgiens. Ihre Geschichte reicht bis in römische Zeiten zurück und macht sie zu einem faszinierenden Zeugnis vergangener Epochen.
Geschichte+
Archäologische Funde belegen, dass der Burgplatz bereits im 10. Jahrhundert genutzt wurde, wobei die Römer hier schon ein Kastell errichtet hatten. Die ältesten erhaltenen Fundamente stammen aus dem 12. Jahrhundert, als die Burg den Herren von Rulant als Wohnsitz diente. Im 13. Jahrhundert besaß die Anlage einen von einem Graben umgebenen Bering mit einem Turm in der Nordwestecke. Das Geschlecht derer von Reuland erlosch 1313, woraufhin die Burg in den Besitz der Herren von Blankenheim überging, die sie 1322 an Johann den Blinden, Graf von Luxemburg und König von Böhmen, verkauften. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts wurden halbrunde Geschütztürme errichtet. Nach dem Tod Gerhards von Palant um 1489 kam es zu Erbstreitigkeiten, die Kaiser Maximilian I. 1492 beendete, indem er Christoph I. von Baden mit Reuland belehnte. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Wehranlage zu einer herrschaftlichen Residenz. Nach dem Tod der letzten Erben im 18. Jahrhundert wurde die Burg 1794 durch französische Truppen zerstört und 1830 zum Abbruch verkauft. Im Jahr 1923 erwarb der belgische Staat das Gelände, um eine Luftabwehrstellung zu errichten. Seit 1980 steht die Burg unter Denkmalschutz und wird seit 1988 schrittweise restauriert.
Lage+
Die Burgruine Reuland befindet sich in Burg-Reuland im Bezirk Lüttich, in der Wallonischen Region Belgiens, auf einer Höhe von etwa 375 m über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Heute kann die imposante Ruine besichtigt werden. Ein großer Teil des dreigeschossigen Bergfrieds in der Südwest-Ecke ist erhalten geblieben und wurde 1901 teilweise wiederaufgebaut. Im Inneren des runden Turms sind noch Reste von Kaminen sichtbar. Die südöstliche Ecke des Areals wird von einer Bastion mit einem Wappenstein aus dem Jahr 1604 geziert, der das Wappen der Familie Pallandt-Myllendonck zeigt.
In der Nähe+
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.1960, 6.1344