Die Reste der Burgruine können besichtigt werden
Burgruine Raipoltenbach

Um 1120 besaß das Kloster Melk ein Weingut in Rihpotenbach, von einer Burg war noch keine Rede. Mit größter Wahrscheinlichkeit dürfte die Burg Ende des 13. oder zu Beginn des 14. Jahrhunderts erbaut worden sein. Auf Grund der Nähe zu Neulengbach, dürften die Herren von Raipoltenbach in einem Vasallenverhältnis zu diesen gestanden sein.
1320 und 1326 wird Wolfker von Raipoltenbach urkundlich erwähnt, dieser gehörte vermutlich zur Familie der Inprucker. 1372 übergab Wernhart der Truchsess von Reichendorf an der Traisen seine Güter zu Rawpatenbach dem Kloster Herzogenburg. Um 1500 wird Raipoltenbach als Schloss der Zirckendorfer bezeichnet.
Ab 1512 ist Ritter David von Trauttmansdorff Herrschaftsinhaber. 1541 wurden die Litscher von Ranzenbach Schlossherrn, mussten aber 1566 Raipoltenbach an die Trauttmansdorff zurückgeben. Im Jahre 1571 erwarb Leopold Khainach die kleine Herrschaft. Der nächste Schlossherr Andre Thonradl wurde 1620 geächtet. Um 1650 kam Philipp Graf Hardegg in den Besitz von Raipoltenbach. 1667 fiel es an die Grafen Pálffy und wurde mit deren Herrschaft Neulengbach vereinigt. 1683 dürfte das Schloss von türkischen Streifscharen verwüstet worden sein. Der endgültige Verfall wurde angeblich durch kaiserliche Soldaten ausgelöst, die hier ein Räubernest erstürmt hatten. Das Schlossgebäude und die Mauern wurden danach von der Bevölkerung als Steinbruch benutzt. 1931 verkauften die Fürsten Liechtenstein den Burgstall an den örtlichen Gastwirt.
Von der einstigen Wasserburg sind lediglich drei der vier runden Ecktürme in ruinösem Zustand erhalten. Heute dient das ehemalige Burgareal der Gemeinde als Sportplatz.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at/noe/niederoesterreich.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.2169, 15.8869