BurgKruckow-Schmarsow

Burgruine Osten

Burgruine Osten

Die Burgruine kann besichtigt werden

Die Burg Osten ist eine mittelalterliche Burgruine bei Schmarsow, auf der Gemarkung der Gemeinde Kruckow, im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Niederungsburg liegt an der Tollense nahe der Straße zwischen Schmarsow und Roidin. Die Burg diente als Zollburg an der damals schiffbaren Tollense und gehört zu einer ganzen Reihe von Burgen an diesem Fluss.

Anlage+

Die Burg bestand aus einer nordöstlich gelegenen Vorburg mit rechteckigem Grundriss und der südwestlichen Hauptburg. Die Vorburg zeigt noch beeindruckendes Mauerwerk. Die Vorburg ist ein Plateau von 1,2 m Höhe und wird von einem durchschnittlich 12 m breiten, noch wasserführenden Graben geschützt. Sie ist 60 m lang und 50 m breit. Von der Hauptburg sind noch Reste der Turmfundamente und Turmhügel erkennbar. Noch auf der Karte der Schwedischen Landesaufnahme 1696 ist zu sehen, dass beide Burgteile früher vollständig von der Tollense umflossen wurden und zeigt sie als zweigliedrige Anlage mit großem, an der Nordostseite vorgelagertem Wall. Der Wall und die wesentlichen Teile der Burganlage wurden nach umfangreichen Arbeiten zur Begradigung des Flusses 1969 beseitigt. Zwischen den Teilburgen befindet sich noch heute ein Wassergraben.

Das Gelände wurde in den 1990er Jahren mittels Holzbohlenwegen zugänglich gemacht, die inzwischen aber schadhaft geworden und kaum passierbar sind.

Die Burg Osten wurde wahrscheinlich Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut. Möglicherweise übertrug die adlige Familie von der Osten ihren Namen auf die Burg. Immerhin war diese Familie noch um 1300 in der Umgebung begütert. Im Jahre 1303 sind Hynricus und Bernardus de Osten Vasallen des Fürsten von Werle.

Dann kam die Burg Osten zeitweilig in den Besitz der Familie von Winterfeld(t), der bereits ab circa 1330 die Maltzahn folgten. Als Sitz der von Maltzahn nahm sie im Mittelalter eine bedeutende politische und wirtschaftliche Stellung ein und gehörte zu den mächtigsten pommerschen Burgen. Mit ihrem Besitz war seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts das erbliche Amt eines Landmarschalls für das Herzogtum Pommern-Stettin verbunden, welches die Maltzahn auch nach Erlöschen der Stettiner Herzogslinie 1464 behielten und weiter ausübten.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor die Burg an Bedeutung. Schließlich wurde sie zur Gewinnung von Baumaterial unter anderem für das Herrenhaus in Schmarsow abgebrochen.

Der nördlich der Tollense gelegene Bereich der Ostener Güter wurde ein Forstgut. 1855 kaufte Woldemar von Heyden-Cartlow Osten mit Schmarsow und Borgwall. Durch den Ostener Wald führte ab 1897 die Strecke der Demminer Kleinbahn Ost. Das Forsthaus, ein Fachwerkbau, brannte 1945 ab. Die marode Brücke über die Tollense wurde 2005 durch einen Neubau ersetzt.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Burg_Osten_02.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 53.8542, 13.1936