BurgFrauenstein-Kraig

Burgruine Niederkraig

Burgruine Niederkraig

Die Burgruine kann besichtigt werden

Zu den interessantesten Ruinen des Burgenringes zum Schutz von St. Veit zählen die sogenannten Kraiger Schlösser. Das Ensemble besteht aus mehreren Teilen: der Hauptburg Niederkraig, dem mit einem Vorwerk ausgestatteten Hochkraig und einem zwischen den beiden Ruinen verlaufenden Aquädukt.

Niederkraig (auch Neukraig) ist die jüngere der beiden Burgen und wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert errichtet. Ihr größter Teil entstand vermutlich im späten 14. Jahrhundert. Im Jahr 1091 wird ein Dietricus de Kriwig erstmals urkundlich genannt. Die Kraiger Burgen waren so wehrhaft, dass sie nie ernstlich angegriffen wurden. Lediglich 1269 mussten sie dem Böhmenkönig Przemysl Ottokar ihre Tore öffnen.

Als 1564 mit Konrad von Kraig die Familie ausstarb, erbte dessen Schwester Barbara einen Teil des Besitzes. Barbara war mit Johann Graf von Hardegg verheiratet. Ihre Tochter Elisabeth hatte in zweiter Ehe Georg Graf von Nogaroll geheiratet. Dieser zahlte um 1566 die beiden übrigen Erben aus, so dass er nach dem Tod seiner Frau Alleininhaber der Herrschaft wurde. Erzherzog Karl verkaufte seine Rechte 1570 an Georg Khevenhüller von Aichelberg. Dieser verkaufte die Herrschaft an Ludwig Grotta von Grottenegg.

Dessen Nachkommen wohnten nicht mehr auf Kraig, so dass die beiden Ansitze dem Verfall preisgegeben waren. Allerdings war ein Teil von Niederkraig noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bewohnt. 1682 erwarb Josef Wilhelm Graf von Kronegg die Kraiger Herrschaft. 1686 gelangte diese in den Besitz des Franz Andreas von Mayerhoffen, bei dessen Familie sie bis 1806 blieb. Dann kaufte sie Josef Bogner, Ritter von Steinberg. Seit 1822 gehören die umliegenden Wälder mit den beiden Ruinen den Grafen Goess.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at/ktn/kaernten.html

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Lage: 46.7975, 14.3497