Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Neu-Leonroth

Als um 1300 der Weg über die Pack von der Teigitschklamm in das Gößnitzbachtal verlegt wurde, wurde Alt-Leonroth aufgegeben und in der Nähe der neuen Straße Neu-Leonroth errichtet. Anfang des 14. Jahrhundert wurde die Hauptburg mit einer außergewöhnlich umfangreichen Vorburg von Burggrafen des Stiftes St. Lambrecht errichtet.
Um die Mitte des 14. Jahrhunderts hatten die Wallseer und Leibnitzer, um 1400 die Polheimer und Pernecker, letztere zur Hälfte, als Lehen inne. 1440 erhielt Hans von Stubenberg das Lehen über Leonroth. Er verkaufte 1442 diesen Lehenanteil an den Festen Alt- und Neu-Leonroth an Friedrich Lubgaster. 1596 erscheint Leonroth unter den Kreidfeuerstationen.
Seit 1585 war die Herrschaft Leonroth unter den Kainachern wieder vereint. 1629 musste diese protestantische Adelsfamilie auswandern. Andreas Freiherr von Kainach verkaufte die Burg an Probst Simon und dem Capitel von Stainz am 30. Juli 1629. 1630 erfolgte die Belehnung des Probstes durch das Stift St. Lambrecht. Die Herrschaft wurde nunmehr von Lankowitz aus verwaltet. Die Burg wurde dem Verfall preisgegeben. Noch 1682 wurde den Priestern von St. Lambrecht das Recht zugesprochen, in der halbverfallen Burgkapelle von Leonroth die Messe lesen zu dürfen. Nach Aufhebung der Stifte Stainz und St. Lambrecht in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts kam die Herrschaft Leonroth an den staatlichen Religionsfonds. Die Reste der einst stolzen Burg im Jahre 1872 an einen Bauern verkauft. Heute ist die Ruine stark verfallen und verwachsen.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at
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Lage: 47.0252, 15.1442