BurgKoblenz-Arenberg

Burgruine Mühlenbach

Burgruine Mühlenbach

Die Burgruine kann besichtigt werden

Die Burg Mühlenbach ist eine verschwundene Niederungsburg in Koblenz. Erhalten ist von der um 1300 im heutigen Stadtteil Arenberg erbauten und im 17. Jahrhundert zerstörten Burg nur noch der Hauptturm.

Die Burg Mühlenbach wurde um 1300 von Hermann II. von Helfenstein im Quellgebiet des Mühlenbachs als Wasserburg errichtet. Die Familie von Helfenstein besaß neben ihrer Stammburg (Burg Helfenstein), die sich unterhalb der kurtrierischen Burg Ehrenbreitstein befand, noch die Sporkenburg bei Eitelborn. Sie gab der Reichsherrschaft, zu der die Orte Arenberg und Immendorf sowie einige Mühlen am Mühlenbach gehörten, ihren Namen.

Im 14. Jahrhundert wurde aus der Burg Mühlenbach eine Ganerbenburg, die den Familien von Helfenstein und von Brandenburg gehörte. Die Brandenburger verkauften ihren Anteil 1445 für 2000 Gulden an Johann von Helfenstein. Nachdem die Familie von Helfenstein ausgestorben war, gelangte die Burg 1580 an die von Rolshausen. 1626 kam sie schließlich an die von Wrede und die von Stein-Kallenfels.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg Mühlenbach zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Die endgültige Zerstörung ereilte die Burganlage 1692 durch die Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg. Es blieb lediglich der Hauptturm erhalten, der im frühen 20. Jahrhundert als Getreidespeicher genutzt wurde.

Bau+

Der erhaltene fünfstöckige Hauptturm ist 23,5 m hoch und besteht aus Grauwackebruchstein. Er wurde auf einem quadratischem Grundriss errichtet und besitzt ein Zeltdach. Erhalten sind einige Schlitzfenster, der Treppenaufgang auf der Südseite zu einer Tür im ersten Obergeschoss mit spitzbogiger Blende und ein Teil des mittelalterlichen Verputzes. Reste von Kaminanlagen und Fensternischen legen nahe, dass es sich um einen Wohnturm gehandelt haben muss. Von der restlichen Burganlage ist oberirdisch nichts erhalten geblieben. Der Hauptturm lag wohl inmitten einer rechteckigen Ringmauer, die an den Ecken mit vier kleinen Rundtürmen versehen war. Umgeben war die Anlage von einem Graben, der wahrscheinlich mit Wasser gefüllt war, da sich in der Talmulde mehrere Bäche trafen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=614

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.3532, 7.6710