BurgOberneukirchen-Lobenstein

Burgruine Lobenstein

Burgruine Lobenstein

Die Burgruine kann besichtigt werden

Die Burgruine Lobenstein liegt bei Oberneukirchen im Mühlviertel, Bezirk Urfahr-Umgebung in Oberösterreich. Die ehemalige Höhenburg befindet sich ca. 2½ km südlich von Oberneukirchen auf einer aus einer Niederung aufragenden bewaldeten, flachen Hügelkuppe in 700 m ü. A. Seehöhe nahe den Orten Oberneukirchen und Zwettl an der Rodl.

Die Lobensteiner waren Dienstleute der Herren zu Waxenberg und Angehörige der Familie Piber. Sie traten mit Ulrich der Piber zu Lobenstein 1242 erstmals urkundlich in Erscheinung. Als wachsenbergische Dienstleute hatten sie diese Burg zum Grenz- und Straßenschutz angelegt. Die Lobensteiner waren getreue Gefolgsleute der Habsburger im Kampf gegen die Přemysliden. Durch Ulrich von Lobenstein wurde 1264 die Kirche von Zwettl an der Rodl erbaut. Nach seinem Tod kam es zu Erbstreitigkeiten zwischen den Söhnen Peter und Ulrich um Lobenstein und Freudenstein, die erst 1297 bereinigt wurden. 1357 folgte Hans Lobenstein († 1361), der die Burg durch seinen Burggrafen Friedl Kaplan verwalten ließ. Nachfolger wurden 1365 Wernhard der Kaplan und Wernhard Nimmervoll. Erbstreitigkeiten brachten im 14. Jahrhundert für die Familie den wirtschaftlichen Ruin und so musste Jans von Lobenstein 1365 sich seines Besitzes entäußern. Die Burganlage ging in diesem Jahr auf die Starhemberger über. Lobenstein wurde als landesfürstliches Lehen vergeben. Die Starhemberger vereinigten Lobenstein mit der Herrschaft Wildberg und die nutzlos gewordene Anlage wurde dem Verfall preisgegeben. 1499 gehörten zur Herrschaft Lobenstein 127 Untertanen, bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts stieg die Untertanenzahl auf 287. Bereits 1562 wurde die Anlage als baufällig bezeichnet.

Zu Beginn des 20. Jahrhundert bewohnte ein als menschenscheu und misstrauisch beschriebener Sonderling namens Michael Kitzmüller, vulgo Schlossmichel, die Ruine, der seinen Lebensunterhalt mit der Reparatur und Herstellung von Kompassen, Uhren und Lupen bestritt. 1923 wurde er ermordet, da man Goldschätze bei ihm vermutete. Seit 1981 wurden denkmalpflegerische Sicherungsmaßnahmen gesetzt.

Anlage+

Die Burganlage ist mit einer umbauten Gesamtfläche von 703 Quadratmeter verhältnismäßig klein. Sie besteht aus einem gotischen Wohnturm und einer Ringmauer, die einst auch einige Nebengebäude umschloss, die heute nicht mehr erhalten sind. Der gut erhaltene Wohnturm wurde als sechsseitiger Bergfried auf einem Felsblock errichtet und trug ehemals auf dem vorgekragten Steinkranz einen hölzernen Wehrgang, der nicht mehr erhalten ist. Von der Südseite des Turmes zieht sich die starke Ringmauer in großem Bogen bis zur Turmnordseite zurück. Die Anlage ist mit einem Vorgraben umfangen; es findet sich allerdings keine Spur einer befestigten Vorburg oder eines Torbaus.

Lobenstein sicherte im Rodltal zusammen mit Rottenegg und Lichtenhag den Salzweg von der Donau nach Böhmen.

Den Zugang zur Burg bildet eine kleine Pforte und lässt nur so viel Raum, dass ein Reiter, sein Pferd nachziehend, gebückt hindurch schreiten konnte. Die Burgmauer ist mit ihren relativ kleinen Steinen typisch für die vorartilleristische Zeit. Die Anlage ist aufgrund von Sanierungsmaßnahmen in einem guten Zustand.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oberneukirchen_%28Burgruine_Lobenstein-1%29.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.4447, 14.2375