Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Ligist (Lubgast)

Ligist gehörte zu den ausgedehnten Landstrichen, die Kaiser Otto III im Jahr 1000 dem Markgrafen Adalbero von Eppenstein schenkte. Im Erbweg gelangte es später an die Wildoner. Die Burg dürfte gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und im 13. Jahrhundert ausgebaut worden sein.
Als erster bekannter Burgherr scheint 1222 ein Ulrich de Lubgast auf, nachdem der Wehrbau auch „Veste Lubgast“ genannt wurde. Die Lubgaster waren Gefolgsleute der Wildoner. Um 1355 übernahmen die mit ihnen verwandten Herren von Saurau ihre Stammburg, die sie als freies Eigen besaßen. 1443 waren Ulrich von Saurau und sein gleichnamiger Vetter Besitzer von Ligist. 1621 brannte ein Teil der Burg mit der Rüstkammer ab, doch wurde sie bald wiederhergestellt.
Im 18. Jahrhundert hatte die Verschuldung der Herrschaft bereits eine beträchtliche Höhe angenommen, doch hielten die Saurau Ligist bis zu ihrem Aussterben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie wohnten bereits seit 1783 in den unterhalb des Burghügels gelegenen Meierhof, dass sie zum Schloss ausgebaut hatten. 1797 wies die Burg bereits schwere Schäden auf. Französische Truppen, die 1809 hier hausten, machten sie endgültig zur Ruine. 1870 gelangte Ligist als Erbe an die Grafen Goess. 1928 kaufte der souveräne Malteser Ritterorden das Forstgut. 1975 hat der Ligister Burgenverein die Instandhaltung der Anlage übernommen. 2010 wurde der Burgverein nach Abschluss der Renovierungsarbeiten aufgelöst.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at
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Lage: 46.9964, 15.2062