Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Landštejn (Landstein)

Die Burgruine Landštejn, auch bekannt als Burg Landstein, thront majestätisch in Staré Město pod Landštejnem in Tschechien. Diese historische Festung, einst ein strategisch wichtiger Punkt an der böhmisch-österreichischen Grenze, ist heute ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und zieht zahlreiche Besucher an.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Landštejn reichen bis spätestens 1222 zurück, als sie zur Sicherung der unruhigen böhmisch-österreichischen Grenze errichtet wurde. Vermutlich war König Ottokar I. Přemysl der Initiator dieses Baus, strategisch gegenüber einer älteren, gleichnamigen Burg der österreichischen Zöbinger gelegen. Ein wichtiger Handelsweg, der Böhmen mit Österreich und Italien verband, verlief durch das Tal zwischen den beiden Burgen. Im Jahr 1231 wurde der erste Burgverwalter, Hartlieb von Landstein, urkundlich erwähnt. Nach 1251, als Ottokar II. Přemysl Herzog von Österreich wurde, verlor die Grenze an Bedeutung. Die Witigonen, insbesondere der Familienzweig von Landstein, erwarben die Burg und Herrschaft. Im Jahr 1282 war Sezima von Wittingau Besitzer, und 1315 ging der Besitz an Wilhelm von Landstein über, einen der bedeutendsten Eigentümer. Nach dem Tod seines Sohnes Litold um 1381 fiel Landstein an König Wenzel IV., der sie Konrad Kraiger von Kraigk überließ. Unter den Kraiger von Kraigk wurde die Burg im 16. Jahrhundert im Renaissancestil umgebaut und erweitert. 1579 verkaufte Anna von Roupov die Burg an Stephan von Einzing, der sie 1599 an David Neumayer veräußerte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg nach anfänglich erfolgloser Belagerung durch Heinrich von Dampierre schließlich von Karl Bucquoy eingenommen. Nach der Schlacht am Weißen Berg verlor Gottfried Neumayer seinen Besitz. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Eigentümer mehrfach, darunter Maximilian Mohr von Lichtenegg, die Kuen von Belasy und Humprecht Jan Czernin von Chudenitz. 1685 erwarb Ferdinand von Herberstein die Burg. Ein verheerender Blitzschlag im Jahr 1771 zerstörte die Burg durch ein Feuer, woraufhin sie unbewohnt blieb und als Steinbruch diente. Die letzten Besitzer waren die Familie Sternbach, die 1945 enteignet wurde. Ab 1972 begannen Sicherungsmaßnahmen und eine umfangreiche Rekonstruktion, die die Burg seit 1990 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machte.
Lage+
Die Burgruine Landštejn befindet sich auf einer Höhe von etwa 632 m über dem Meeresspiegel in Staré Město pod Landštejnem im Bezirk Jihočeský kraj (Südböhmen) in der Region Jihozápad (Südwesten) in Tschechien.
Vor Ort+
Heute ist die Burgruine Landštejn für Besucher zugänglich. Von der einst großen Anlage sind die Hauptmauer mit zwei Türmen sowie die romanische Kapelle erhalten geblieben, die einen Einblick in die mittelalterliche Architektur ermöglichen.
In der Nähe+
- Schloss Großtaxen (Schloss), ca. 9.2 km entfernt
- Schloss Illmau (Schloss), ca. 9.9 km entfernt
- Schloss Gilgenberg (Schloss), ca. 12.2 km entfernt
- Schloss Dobersberg (Schloss), ca. 13.7 km entfernt
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Maciek Wegrzyn
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.0239, 15.2306