BurgZams

Burgruine Kronburg

Burgruine Kronburg

Die Burgruine kann besichtigt werden

1380 bekam Graf Hans von Starkenberg von Herzog Leopold III die Erlaubnis, die bestehenden Wehrbauten zu einer starken Burg auszubauen. Die Starkenberger stammten ursprünglich aus Bayern. Sie lebten vorwiegend auf Schloss Schenna in Südtirol und benutzten die Kronburg als Verwaltungsmittelpunkt für die Hälfte ihrer Nordtiroler Güter. Der von ihnen eingesetzte Pfleger übte auch die niedere Gerichtsbarkeit aus. Hans von Starkenbergs Enkel Ulrich und Wilhelm versuchten die Oberhoheit des Herzogs Friedrich IV abzuschütteln und rebellierten mit etlichen anderen Tiroler Adeligen gegen die Habsburger. Dies hatte natürlich den Verlust ihrer Güter zur Folge. Mit Ulrich und Wilhelm starben die Starkenberger aus.

Von 1423 bis 1504 war Kronburg landesfürstlich und wurde meist von Pflegern verwaltet. 1485 verpfändete Erzherzog Sigmund der Münzreiche die Herrschaft an den Salzburger Domherrn Ruprecht Rindsmaul, doch löste Kaiser Maximilian I 1502 d die Pfandschaft wieder ein und belehnte zwei Jahre später die Grafen Fieger mit der Kronburg. Die Fiegers bauten den ursprünglichen Bergfried zu einem mächtigen Wohnturm aus und ließen unterhalb der Burg 1717 anstelle einer kleinen Kapelle die Wallfahrtskirche Mariahilf errichten. Im 17. Jahrhundert wurde die Kronburg verlassen und galt bereits 1766 als Ruine. 1802 starben die Fieger mit Graf Johann Nepomuk Valerian aus und die Herrschaft fiel als erledigtes Lehen an den österreichischen Staat. Nachdem die Kronburg einige Jahre von der bayerischen Regierung verwaltet worden war, wurde sie 1812 an den Bauern Sebastian Stocker verkauft.

Nächster Besitzer wurde 1835 der Tiroler Freiheitskämpfer und Feldkaplan Stephan Krismer. Ihm diente die Burg als Steinbruch. Er ließ 1848 neben der Wallfahrtskirche ein Kloster errichten. Nach seinem Tod kam das Burggelände an die Klosterschwestern. Seit 1952 gehört die Kronburg zum Besitz der Halleiner Schulschwestern. Ab 1985 konnte durch einen örtlichen Burgverein der weitere Verfall der Ruine gestoppt und diese in ihrem Bestand gesichert werden. 2005 übernahmen die Barmherzigen Schwestern von Zams das gesamte Anwesen mit Burg, Landwirtschaft, Gasthof und Kloster von den Halleiner Schwestern.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kronburg.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.1782, 10.6236