BurgSt. Stefan ob Leoben-Kaisersberg

Burgruine Kaisersberg

Burgruine Kaisersberg

Die Burgruine kann besichtigt werden

Die Burg Kaisersberg entstand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, doch dürfte die erste, wohl zum größten Teil hölzerne Anlage noch in das 11. Jahrhundert zurückreichen.

Kaisersberg war damals ein landesfürstliches Lehen, das an die Grafen von Pfannberg vergeben worden war. Sie oder einer ihrer Vasallen werden als Bauherrn der Burg vermutet. Durch Verschwörungen wechselte die Burg mehrmals zwischen den Steirischen Landesherren und den Pfannbergen. Schließlich erbten die Grafen von Cilli Burg und Herrschaft. Da aus der Verlobung der letzten Pfannbergerin mit dem Sohn des Grafen Hermann von Cilli keine Heirat wurde, musste dieser die Burg 1373 an die Grafen Wilhelm und Haug von Montfort herausgeben.

Auf Grund eines Vertrages wurde Kaisersberg 1460 wieder landesfürstlich. Von den Pflegern, die nun zur Verwaltung eingesetzt wurden, hatte Bernhard Krabatsdorfer die größte Bedeutung, der zwischen 1466 und 1477 im Auftrag von Kaiser Friedrich III die Burg zum Schloss ausbaute und die Wehreinrichtungen modernisierte. Im 16. Jahrhundert wurde die Herrschaft mehrfach verpfändet, so an die Mersberg, Trautmannsdorf, Rauber und Windischgrätz. 1557 konnte Sebastian von Windischgrätz die Burg erwerben. 1588 kaufte Georg Ruprecht Freiherr von Herberstein die Herrschaft. Auch die folgenden Eigentümer, wie die Freiherren von Wagensperg (1617) und die Freiherren von Breuner (1618) konnten Burg und Herrschaft ausbauen.

Da die Verwaltung in das neugebaute Schloss verlegt wurde, geriet die Burg ab 1793 in Verfall und wurde zur Ruine. 1827 übernahmen die Grafen Lamberg den Besitz. 1872 kam Kaisersberg an die Fürsten Liechtenstein und schließlich 1882 an die Familie Mayr-Melnhof. Seit 2005 ist die Burgruine im Besitz von Dr. Sigurd Hochfellner.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at

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Lage: 47.3357, 14.9798