Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Holter Burg

Die Holter Burg ist die älteste Burganlage in der Gemeinde Bissendorf bei Osnabrück (Niedersachsen). Es handelt sich um eine Ruine einer Höhenburg. Sie war neben der Iburg und der Wittekindsburg bei Rulle die dritte Höhenburg im Osnabrücker Land.
Die Holter Burg war der Stammsitz der Edelherren von Holte. Deren bedeutendste Vertreter waren Wigbold von Holte als Erzbischof von Köln und Erzkanzler des Reichs, die Essener Fürstäbtissin Beatrix von Holte sowie die Münsteraner Bischöfe Burchard von Holte, Wilhelm I. von Holte und Ludolf von Holte. Angeblich wurde die Burg bereits 1147 durch den Bischof von Osnabrück, Philipp von Katzenelnbogen (1141 bis 1173), und die Grafen von Ravensberg in einer Fehde mit den Herren von Holte zerstört. Endgültig zerstört wurde die Burg wahrscheinlich zwischen 1308 und 1315. Die letzten archäologischen Untersuchungen sprechen eher für eine frühere Zerstörung, da im Boden eine Brandschicht aus der Mitte des 13. Jahrhunderts gefunden wurde. Als Neue Holter Burg wurde Schloss Ledenburg im Bissendorfer Ortsteil Nemden errichtet.
Baubeschreibung+
Die zunächst als Turmburg errichtete Anlage befand sich auf einem Plateau mit einem Durchmesser von rund 50 Meter in Spornlage. Sie wurde von einem Abschnittsgraben, der als rund 20 Meter breiter und bis zu 10 Meter tiefen Sohlgraben ausgeprägt ist, geschützt. Eine etwa 2 Meter starke Ringmauer schützte die Burg. Im Osten betrug der Höhenunterschied zwischen der Mauerkrone und der Sohle des Grabens rund 16 Meter. Im Westen gab es wegen des steilen Abhangs keinen Graben. Zur ersten Ausbaustufe der Burg, die in der Zeit um 1100 vermutet wird, gehörten der mächtige Rundturm und die Ringmauer. Später kamen eine Kapelle und ein Palas hinzu.
Heute sind noch Mauerreste zu sehen, sowie der Grundriss eines Rundturms. Auch die tiefen Burggräben sind auszumachen. Innerhalb des doppelten Grabensystems hatte die Anlage eine Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern. 1997 und 2006 kam es zu archäologischen Ausgrabungen und Sicherungen, um die Burgruine zu erhalten und sie touristisch attraktiv zu machen.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Holter_burg_ruine_01.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.2149, 8.1874