BurgWeigenheim

Burgruine Hohenlandsberg

Burgruine Hohenlandsberg

Die Ruine kann besichtigt werden



Die Burgruine Hohenlandsberg ist die Ruine einer Höhenburg im südlichen Steigerwald auf dem 498 Meter hohen Hohenlandsberg nahe der Gemeinde Weigenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern.

Die Burg, vermutliche Gründung im 12. Jahrhundert, war der Stammsitz des fränkisch-böhmischen Adelsgeschlechts der Freiherren zu Hohenlandsberg. Im 13. Jahrhundert war sie als kaiserliches Lehen im Besitz des Hochstifts Würzburg. Dieses verkaufte, nach mehreren Verpfändungen, 1435 „das Slos und Ampte zu Lanndßberge“ mit allen Eingehörungen als freies Eigen an Erkinger, Herrn zu Schwarzenberg und von Seinsheim, als Dank für dessen militärische Unterstützung in Fehden des Bischofs mit den Städten Würzburg und Ochsenfurt. Die Nachkommen Erkingers besaßen das Schloss und das Amt Hohenlandsberg als freieigen und unangefochten bis 1500, danach als Lehen der zollerischen Markgrafen.

Zwischen 1512 und 1524 ließ Johann von Schwarzenberg das alte Schloss abbrechen und nach neuesten burgenbaulichen Erkenntnissen „von neuem in den Berg hineingraben und setzen“.

Im Bauernkrieg wurden die Geschütze zur Verteidigung Schwarzenbergs von der Landsburg abgezogen, die wehrlose Burg am 4. März 1525 von den Bauern eingenommen und entgegen ihrer Gewohnheit nicht zerstört. Nach der Ächtung Friedrichs v. Schwarzenberg erhielt Markgraf Albrecht Alicbiades zu Brandenburg-Kulmbach die Burg. Die Truppen seiner Gegner im zweiten Markgrafenkrieg, der Bischöfe von Würzburg und Bamberg, sowie der Reichsstädte Nürnberg und Windsheim, besetzten nach dreitägiger Beschießung die Burg am 8. April 1554, die 396 Mann Besatzung mussten sich bedingungslos ergeben. Sobald Friedrich von Schwarzenberg von der Übergabe der Burg Nachricht erhalten hatte, ersuchte er die Sieger, ihm doch wenigstens seine schwer beschädigte Burg zu überlassen. Doch diese ließen sich nicht davon abbringen, das Schloss am 12. April anzuzünden, zu sprengen und „vollends auf den Grund zu schleifen“.

Erhalten ist heute von der mehr und mehr verfallenden Ruine noch der tiefe, breite Trockengraben mit Außenwall, der Mauerwall um den Burghof von etwa 100 Metern im Durchmesser, der halb verschüttete gewölbte Haupteingang und Reste von mehreren gewölbten Kasematten und Kellern mit einstürzenden Luftschächten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mobile Geschichte

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.5956, 10.2984