BurgBochov (Buchau)

Burgruine Hartenštejn (Hartenstein)

Burgruine Hartenštejn (Hartenstein)

Die Burgruine kann besichtigt werden

Burg Hartenštejn (Hartenstein) ist eine der vergessenen Burgen der Karlsbader Region. Die Burg wurde allem Anschein schon in der 1. Hälfte des 2. Jhds. von Heinrich von Plauen gegründet. Sie war Adelssitz und militärischer Stützpunkt zugleich. Die wehrhafte Burg war einst äußerst wirksam durch Artillerie geschützt. Im Jahre 1609 wird sie jedoch schon als verödet erwähnt. Von der Burg blieben allein Reste der Türme, die Burggräben samt Wall, Kellerungen und sonstige Gebäudereste erhalten.

Erstmals wird die spätgotische Burg im Jahre 1473 erwähnt. Erbauer war Heinrich von Plauen. Die Burg war ursprünglich vor allem als militärischer Stützpunkt und weniger als Adelssitz gedacht. Dieser Bestimmung entspricht auch ihr Aussehen. Die Herren von Plauen versetzten häufig die Burg . Im Jahre 1521 erwarb sie Heinrich Mastovsky von Kolowrat. Danach wechselten sich oft ihre Besitzer, was ihrer Bedeutung schadete. Ab 1554 blieb die Burg unbewohnt und neunzehn Jahre später wird sie bereits als verödet erwähnt. Anschließend wurde sie von Adam dem Älteren Stensdorf von Stensdorf nur mäßig erneuert.

Im Jahre 1609 wurde sie dann dem nahen Engelsberg (Andělská Hora) zugesprochen, danach verfiel die Burg endgültig zur Ruine. In der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde sie teilweise ausgegraben, einer ihrer Türme wurde etwas unglücklich wieder errichtet und mit einem Dach versehen. Die nicht große quadratische Burg erstreckte sich über den ganzen Gipfel des Hügels. Ihre Nord-, Süd- und Ostflanke waren mit langgezogenen, halbrunden Batterietürmen ausgerüstet, die inmitten der Burgmauern postiert waren. Die Türme hatten Schlüsselschießscharten und gewölbte Souterrains. Die restliche Westseite nahm der weitläufige mehrseitige Teil der Disposition in Nähe des Burgtors ein, die durch eine kleine halbrunde Bastei gesichert war. In der Ecke in unmittelbarer Nachbarschaft des südlichen Batterieturms stand ein eher kleines unterkellertes Gebäude. Das Wasser für die Burg schöpfte man aus einem bis heute bewahrt gebliebenen Brunnen am Eingang zum Ostturm.

Bei Ausgrabungen im 20. Jahrhundert stieß man auch auf ein freistehendes Objekt im Burghof. Der Zugangsweg führte in einer Spirale zur Anhöhe hinauf und im letzten Abschnitt auf der Wallkrone vor dem Burggraben an allen drei Batterietürmen vorbei. Der Hartenstein hatte ein ausgeklügeltes Artilleriewehrsystem mit Batterietürmen. Durch diese Burganlage lassen sich die Anfänge der Epoche der wehrhaftesten spätgotischen Wehrsysteme in die 60.-70. Jahre des 15. Jahrhunderts zurückverschieben.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://cs.wikipedia.org/wiki/Bochov#mediaviewer/Soubor:Hartenstejn_Castle_CZ_Rimg0344.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.1416, 13.0364