Privatbesitz
Burgruine Hardegg

Die Burgruine Hardegg liegt bei Zweikirchen südwestlich des Hauptortes der Gemeinde Liebenfels in Kärnten. Die Reste der einstigen Zwillingsburg sind 34609!denkmalgeschützt.
Die Burg war eine kleine romanische Zwillingsburganlage auf einem bewaldeten Hügel nördlich der Ortschaft Zweikirchen. In der Nähe befinden sich die Burgruine Liebenfels, die Burgruine Gradenegg und die Burgruine Liemberg, die gemeinsam mit Hardegg zu den Hauptburgen des Burgenkranzes zählen, der die herzogliche Hauptstadt St. Veit umgab.
Hardenegg wurde urkundlich im Jahr 1134 erstmals genannt, als Mengotus de Hardeche et filius eius Gotpoldus erwähnt wurde. Dessen Geschlecht starb mit Hertwig von Hardegg, einem Ministerialen des Herzogs von Kärnten, schon 1176 aus. Seifried von Mahrenberg, ein späterer Eigentümer von Hardegg, löste es 1264 dem Bischof von Bamberg als Donation für den Bau eines Zisterzienserklosters ein. Der Bau des Klosters kam allerdings nicht zustande, weil Seifried bald darauf starb, die Burg blieb dennoch in bambergisch, bis sie Anfang des 14. Jahrhunderts wieder in den Besitz der Kärntner Herzöge zurückgelangte. 1346 wurde sie von Herzog Albrecht von Österreich an Friedrich und Konrad von Auffenstein verliehen, ihnen folgten die Khevenhüller, und Anfang des 16. Jahrhunderts waren die Brüder Leininger Herren der Burg. 1527 kam sie als Lehngut an den Kärntner Münzmeister Hieronymus Puecher. Anschließend folgte ein rascher Besitzerwechsel, in Zuge dessen verfiel die Burg bereits ab dem 17. Jahrhundert. Möglicherweise wurde der Verfall durch die im 18. Jahrhundert eingeführte Dachsteuer beschleunigt.
Das Gelände, auf dem sich die Ruine befindet, ist heute bäuerlicher Privatbesitz, das Betreten der Ruine ist aufgrund der akuten Einsturzgefahr und sich ständig lösender Steine verboten.
Baubeschreibung+
Die Anlage, die zuletzt in der Zeit der Renaissance umgebaut und erweitert wurde, bestand ursprünglich aus zwei mächtigen romanischen Türmen, die im Lauf der Zeit durch Wohnbauten miteinander verbunden worden waren und mit diesen einen kleinen Hof bildeten. Von nördöstlichen Turm sind starkwandige Reste erhalten, der südwestliche ist abgestürzt, Der Turmplatz war schon in urgeschichtlicher Zeit besetzt, wie entsprechende Funde belegen. Eine Wallanlage beim sogenannten Fallturm ist noch erkennbar. Ebenfalls erkennbar ist außerdem der Vorhof mit Zugbrückentor südlich der Burg, und ein runder Wachturm mit hoch liegendem Einstieg sowie eine Rundkapelle mit Halbkreisapsis. Bei einer Restaurierung ab 1978 wurden hier spätgotische, ornamentale Wandmalereifragmente freigelegt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at/ktn/kaernten.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 46.7172, 14.2581