Privatbesitz
Burgruine Grimmenstein

Der Name Grimmenstein steht eigentlich für drei mittelalterliche Burgen. Allerdings haben sich von dem am Gipfel des Kulmriegels liegenden Hochgrimmenstein nur Mauerreste des quadratischen Bergfrieds erhalten. Auch der am unweit gelegenen Kleinberg befindliche Wehrbau Hintergrimmenstein ist nahezu völlig zerstört. Erhalten ist nur das am Südosthang des Kulmriegels liegende Vordergrimmenstein. Es wurde den archäologischen Befunden nach in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Hochgrimmenstein ist einige Jahrzehnte älter. Als erster Grimmensteiner wird um 1144/58 unter den Gefolgsleuten des Grafen Eckbert III von Formbach-Pitten ein Alber de Grimmenstain erwähnt.
1309 dürfte die Familie erloschen sein, da damals Hademar von Falkenberg mit der Burg belehnt wurde. Unter Herzog Albrecht III wurde Grimmenstein landesfürstlich. Es wurde im 14. und 15. Jahrhundert von Burggrafen verwaltet oder aber verpfändet. Kaiser Friedrich III übergab die Herrschaft zuerst 1444 der von ihm gestifteten Niederlassung weltlicher Chorherren in Wiener Neustadt, hatte aber zuvor Vordergrimmenstein schleifen lassen. Nach 1470 übertrug Friedrich III die Herrschaft dem St. Georgs-Ritterorden. Der Hochmeister des Ordens, Johann Geumann, übergab die teilweise wieder instand gesetzte Burg 1522 dem Bistum Wiener Neustadt. Zehn Jahre später wurde Grimmenstein wieder landesfürstlich. 1547 wurde Christoph Urschenbeck mit der Pflege der Burg Grimmenstein beauftragt. Sein Sohn, Georg Bernhard Freiherr von Urschenbeck, konnte die Herrschaften als freies Eigen übernehmen.
1693 erwarb Kasimir Freiherr von Petrowitsch den Besitz. 1720 verkauften ihn seine Erben an die Grafen Stella-Caracciolo, denen Grimmenstein bis 1848 gehörte. Vordergrimmenstein blieb bis 1961 Ruine. Dann erwarb es der Neunkirchner Baumeister Johann Rigler und baute die eher spärlichen Reste zu einem dreigeschossigen burgenartigen Wohnsitz aus. Nach einer neuerlichen kurzen Periode des Verfalls ist Vordergrimmenstein in neue Hände übergegangen und wird nur mehr privat genutzt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at/noe/niederoesterreich.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.6320, 16.1204