BurgKammern im Liesingtal

Burgruine Ehrenfels

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Die Reste der Burgruine können besichtigt werden

Die Geschichte schweigt über den Ursprung der beiden Burgen Kammerstein und Ehrenfels. Sie trugen früher die Namen Unter- und Oberkammern. Wahrscheinlich sind sie von dem Geschlecht der Freien von Chamern erbaut worden. Ein Freier Arnold von Chamern erscheint schon um 1120. Manche Geschichtsforscher aber meinen, dass sie zu den sehr alten Burgen gehören, die unter den Karolingern entstanden sind oder zum Schutz in der Ungarngefahr errichtet wurden.

Die Geschicke der Burg sind innig mit der Familie der Ehrenfelser verbunden. Diese entstammten dem Geschlecht der Dietmare in Graz. Otto Ernvelser führte 1265 den Zunamen "de Chamer" und Otto IV von Ehrenfels. Die Ehrenfels waren Lehensleute des Hochstiftes Bamberg. 1290 hatten sich die Ehrenfelser dem Adelsaufstand gegen Herzog Albrecht von Habsburg und Abt Heinrich II von Admont angeschlossen. 1291 öffneten sie ihre beiden Burgen den Feinden des Herzogs. 1292 beteiligten sie sich auch an der Verschwörung zu Deutschlandsberg. Nach der Niederwerfung des Aufstandes erhielten sie von König Albrecht I die Burgen wieder zurück. Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts ließen die Ehrenfelser die Burg von Burggrafen verwalten.

Die Familie starb mit Hans von Ehrenfels 1422 aus. Danach erbte die Familie Kraig die Herrschaft. Auch diese beauftragen Pfleger mit der Burghut. 1439 wird die Burg noch als „Veste Ernvels“ genannt. Von Wolfgang von Kraig gelangte die Herrschaft 1460 durch Kauf an Hans Süßenheimer, der sie 1464 an Kaiser Friedrich III weiterverkaufte. Damals versah Liennhart Mülbacher die Burgpflege. Im Urbar der Herrschaft Kammerstein 1499 und 1534 ist noch einmal vom nidern und obern Gsloss die Rede. Dann verfiel die Burg. Heute ist die Ruine im Besitz der Familie Mayr-Melnhof.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.4016, 14.8817