BurgUttenweiler-Offingen

Burgruine Bussen

Burgruine Bussen

Die Burgruine kann besichtigt werden



Die Ruine Bussen (auch Bussenburg) ist eine Burgruine auf dem Gipfel des Berges Bussen in Oberschwaben. Die Ruine war eine Höhenburg in Gipfellage. Sie liegt auf einer Höhe von rund 767 Meter über Normalnull.

Ende des 11. Jahrhunderts wurde die Burg von Alemannen erbaut. Mitte des 13. Jahrhunderts war sie eine staufische Reichsburg. Im 14. Jahrhundert gelangte die Burg als Habsburgisches Lehen in den Besitz der Truchsessen von Waldburg. Im Dezember 1633 zerstörten schwedische Truppen unter König Gustav Adolf im Verlaufe des Dreißigjährigen Kriegs die Burg. 1785 ging die verfallende Burgruine an Fürst Anselm von Thurn und Taxis. Der Fürst ließ die Ruine auf seine Kosten sichern.

Anlage+

Von der ehemaligen dreiteiligen Burganlage mit einer Hauptburg im Nordosten, einer Vorburg und einem rechteckigem Bergfried sind außer dem restaurierten Bergfried, der heute als Aussichtsturm dient, nur noch gesicherte Mauerreste erhalten.

Unterhalb der Reste der Vorburg befindet sich die 1516 erbaute Wallfahrtskirche St. Johann Baptist auf dem Bussen.

Turm+

1997 erwarb der Landkreis Biberach die Ruine und restaurierte den Bergfried. An dem Turm der Burg ist eine Tafel mit folgender Inschrift des Dialektdichters Michel Buck angebracht:

„Von der Zinne dieses Turmes aus möchte ich Dir Lieber Freund diese meine Heimat, das Oberland zeigen, den von dieser Stelle aus ist die Fernsicht eine Unvergleichliche. Ganz Oberschwaben liegt zu Deinen Füssen, hinauf bis an den Bodensee und weit über ihn hinaus. Bis gen Ulm und den Südtrauf der Östlichen Alb, dann gen Osten weit hinein in den endlosen Horizont der Schwäbisch-Bayrischen Hochebene. Wie oft hab ich von hier auf diese weiten Lande trunkenen Auges betrachtet. Siehe da die mit grünen Auen, goldenen Saaten, dunklen Tannenwäldern und hellblinkenden Dörfern übersäte Ebene. Und dort am südlichen Horizont die gewaltige, zum Teil schneebedeckte Alpenkette, vom Pilatus bis zur Benediktenwand. Ja, du staunst nicht mit Unrecht über den Zauber, der über die Grenzen unseres Gesichtsfeldes hingegossen ist, über die erstaunliche Menge der Ortschaften, welche das weitgedehnte Vorland bedecken. Kehrst Du dich um, so benimmt Dir zwar die nahe Alb den weiteren Ausblick, aber Du schaust doch auch hier noch landschaftlich Schönes: Dort oben, über dem smaragdenen Waldgebirg des Deutschbuchs den Perlenkranz freundlich herüber winkender Dörfer.“ Michel Buck 1832-1888

Darunter steht: Der Landkreis Biberach erwarb und restaurierte die Ruinen der Bussenburg ANNO DOMINI 1997.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Geak (Diskussion) / Copyrighted free use via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.1627, 9.5572