Schloss/BurgLangenenslingen-Egelfingen

Burgrest Schatzberg

Burgrest Schatzberg

Die Reste der Burgruine können besichtigt werden

Die Burg Schatzberg, auch Schatzburg genannt, ist die Ruine einer Spornburg bei Egelfingen, einem Ortsteil der Gemeinde Langenenslingen im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg. Die ehemaligen Burganlage verfügte über eine Ringmauer mit einer Stärke von 0,9 Meter und einen Bergfried mit einer Grundfläche von 9,5 mal 7,5 Meter und einer Mauerstärke von 2 Meter.

Geografische Lage+

Die Ruine liegt auf der äußersten Grenze gegen Sigmaringen, auf einem 703 m ü. NN hohen Sporn sehr hoch mit weiter Aussicht nach Süden bis an die Alpen.

Geschichte+

Die Erbauung der Burg lässt sich urkundlich nicht feststellen, doch bereits 1250 wird Ritter Konrad von Hornstein zu Schatzberg als erster urkundlich genannt. Die Burg Schatzberg bildete einen Teil der Ritterherrschaft Wilflingen und war mit einem eigenen Gut verbunden, das den Egelfingern gegen eine jährl. Gült überlassen war; auch gehörten eine große Fläche Wald zu der Burg. Die Bauerngüter waren Fall- bzw. Erblehen. Die Ritterherrschaft Wilflingen waren Vasallen der Grafen von Veringen.

Die Burg Schatzberg war neben den Burgen Bittelschieß und Hertenstein die dritte Burg in unmittelbarer Nähe der Stammburg Hornstein, auf der gleichzeitig Nebenzweige des Geschlechtes der Herren von Hornstein saßen. Die Herren von Hornstein zu Schatzberg nannten sich auch von Wülflingen, da das Dorf Wülflingen zu Schatzberg gehörte. Entgegen der andern Hornsteiner Linie waren die Schatzberger ziemlich fehdelustig.

Linie der Hornstein zu Schatzberg+

Ritter Konrad von Schatzberg (1250–1267) war Lehensmann des Grafen Hartmann I. von Grüningen. Johannes, Ritter zu Schatzberg (1282–1323) genannt von Wülflingen, war Urteilssprecher über die Heiligenberger Grafenrechte und hatte 1313 Schatzberg als österreichisches Lehen. Peter von Hornstein (Bruder des Johannes) war Ritter (1286 bis 1315). Er besaß Güter in Altheim (bei Riedlingen), Andelfingen und Hitzkofen. Ein weiterer Bruder, Hermann von Hornstein (1293–1333), war Kirchherr zu Blochingen, Seekirch und besaß Güter in Riedlingen, Grüningen, Altheim (bei Riedlingen) und Heudorf bei Meßkirch. Heinrich von Hornstein zu Wilflingen, war vermutlich 1327–1350 Besitzer von Schatzberg. Sein Sohn, Hans III. von Hornstein zu Schatzberg (1339–1412) hatte auch Anteil an der Burg Hornstein. Er verkaufte Hasenweiler und Ilmensee. Durch seine Fehden mit den Geroldseckern, die nach der Zimmer’schen Chronik ein ganz unruhiges Geschlecht waren, konnte er seine Vermögensverhältnisse deutlich verbessern. 1385 wurde Hans zu Schatzberg für 5 Jahre Bürger der Stadt Rottweil. Er öffnete seine Festung Schatzberg und wohnte 1394 in Wilflingen. Am 21. September 1400 vereinbarten Herzog Leopold von Oesterreich und Hans zu Schatzberg den Zugang zu der Kirche in Bingen (Büngen). Hans von Schatzberg war mit Agnes von Neuneck verheiratet, Tochter des Volz von Neuneck (Glatten) zu Neckarburg. Hans IV. von Hornstein zu Schatzberg (Sohn Hans III.) wurde 1399–1440 erwähnt. Heinrich v. Hornstein, Hansens III. Sohn, saß zu Hornstein und war mit Agnes von Seckendorf verheiratet. Er kaufte den Turm zu Hornstein. Jos von Hornstein zu Schatzberg (1438–1485) war ein Sohn Hans IV. und der letzte Ritter auf der Burg Schatzberg. Gleichzeitig mit der Burg Schatzberg hatte Jos noch die bedeutende Pfandherrschaft der Burg Hohenberg bei Spaichingen inne. Jos erbte den nach dem Verkauf von Wülflingen und Emerfeld noch übrig gebliebenen väterlichen Besitz der Feste Schatzberg mit Egelfingen und die Güter zu Langenenslingen. Die Schatzberger dienten mit ihrer Feste den Herzögen von Oesterreich. Das Leben des Ritters Jos zu Schalksberg, der mit Anna von Rechberg vermählt war, bewegte sich meistens in Fehden; immer suchte er mit dem Schwerte sich und andern Recht zu verschaffen. Gemeinsam mit Konrad Scharpf von Freudenberg und einigen andern Rittern griff er den Bischof von Augsburg an. Der Bischof fand Hilfe beim Kaiser, der die Grafen Ludwig und Ulrich von Württemberg beauftragte den Bischof zu unterstützen. Diese ließen die Feste Schatzberg aus welcher der Angriff geschehen war, durch Graf Friedrich von Helfenstein niederbrennen. Eine Belagerung bzw. eine Verteidigung der Feste scheint nicht stattgefunden zu haben, da Konrad von Hornstein, ein Vetter Jos Klage führt, dass die Burg niedergebrannt wurde, als Jos wehrlos dagestanden sei. Von da an führte Jos ein ganz unstetes Leben. Er verkaufte die Reste seines Besitzes (Burgstall Schatzberg) an seinen Vetter Konrad von Hornstein. 1455 kam Jos in die Reichsacht und war 1461 noch darin. Jos von Hornstein zu Schatzberg war ein tapferer, unerschrockener Ritter, stets suchte er mit dem Schwerte sich und anderen Recht zu verschaffen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Peter Kreuzmann · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

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Lage: 48.1418, 9.3008