Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgrest Falkenstein
Burg Falkenstein ist die Ruine einer Höhenburg nahe Freiburg im Breisgau auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Breitnau im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg, (Deutschland). Die Burgstelle liegt im Dreieck zwischen dem Eingang des Höllentals – dem „Unteren Höllental“ und dem Engenbachtal, unweit des Buchenbacher Ortsteils Falkensteig, 617,6 m ü. NN auf einem heute schwer zugänglichen Felskopf. Von der Burg finden sich nur noch wenige Mauerreste. Sie gehört zu den weniger gut erhaltenen Ruinen im Breisgau.
Die Burg wurde vermutlich um das Jahr 1200 von einem zähringischen Ministerialengeschlecht auf einer steilen Anhöhe am unteren Eingang des Höllentals, der auch als „Falkensteige“ bekannt war, erbaut. Die Erbauer stammten vermutlich aus dem Wittental von den Herren von Weiler und Blankenberg ab und sind erstmals 1137 bis 1148 als die Herren von Falkenstein bezeugt. In der folgenden Zeit stiegen sie in den Kreis der bedeutenten Adelsgeschlechter im Breisgau auf. Nach ihnen und ihrer Burg wurde das Tal als Falkensteiner Tal bezeichnet, die Bezeichnung Höllental entstand erst später. Die Burg sollte den wichtigen Verkehrsweg durch das Tal schützen, der den Breisgau mit der Baar und dem Bodensee verband. Die Herrschaft der Burg reichte bald schon das Tal hinauf bis nach Hinterzarten und Titisee. Weitere Burgen, die die Falkensteiner errichteten, sind Burg Falkenbühl, Bickenreute bei Kirchzarten sowie die Ruine Bubenstein, auch Neufalkenstein genannt.
Nachdem der Weg, der den Falkensteinern beträchtliche Zolleinnahmen beschert hatte, durch die von 1310 bis 1379 gebaute Strecke durch das Wagensteigtal Konkurrenz bekam, sollen sich die Ritter der Legende nach bald mehr und mehr als Raubritter betätigt haben. In der Auseinandersetzung einer Adelskoalition unter der Führung des Grafen Eberhard II von Württemberg gegen den Schwäbischen Städtebund sperrte Werner von Falkenstein im Auftrag seines Dienstherrn die Wege und plünderte deren Bürger aus. Vom wirtschaftlichen Niedergang des Niederadels im ausgehenden 14.Jhr. betroffen waren es wohl Geldsorgen, die die Falkensteiner dazu trieben, dieses Vorgehen auf unbeteiligte Reisende auszudehnen. Dieses Verhalten sei die Ursache gewesen, dass die Freiburger am 6.Dezember 1388 die Burg Falkenstein angriffen und zerstörten. Andere Historiker begründen die Zerstörung hingegen mit dem Machtstreben der Freiburger. Die Burgkapelle überdauerte offenbar das Ende der Burg. 1460 erstmals als St. Nikolaus-Kapelle erwähnt, wurde sie 1606 ins Tal an den Höllenbach, den heutigen Rotbach verlegt.
Anlage+
In vier Höhenstufungen erhebt sich das unregelmäßige und schwer fassbare Burgareal. Vereinfachend lassen sich vier Unterteilungen beschreiben. Eine Unterburg (A), deren bis zu 6 m hohen und 3 m starken Mauerreste sich bruchstückhaft von der südwestlichen Burgfelsseite bis zur Nordflanke hinziehen - mit weiteren sehr massiven, in die tiefe gestaffelten Mauerresten und dem vermutlichen ehemaligen Aufgangsbereich mit Burgtor (5) oberhalb des Engenbachtals sowie dem heutigen Zugang an der Westspitze. (1) Einem sich daran anschließenden etwa 20 m langen, 4 bis 6 m breiten und bis zu 12 m tiefen Halsgraben (D), der den Bergkamm nach Nordosten durchbricht. Eine kleine Mittelburg (B) auf einer rundum etwa 6 m hohen Felsstufe, die sich an den oberen Burgfels anschließend nach Westen und Norden über die Unterburg erhebt und sich nach Nordosten bis oberhalb des Halsgrabens ausdehnt. Eine Oberburg bzw. Kernburg (C) auf dem aufsteigenden, langgestreckten Felskamm, die eine maximale Ausdehnung von 55 m Länge in der Südwest-Nordost-Achse sowie eine Breite zwischen 12 und 16 m aufweist. Unter anderem davon erhalten noch größere Mauerreste an der Süd- und Südwestspitze - darunter eine dem Tal zugewandte etwa 10 m lange und 3 m hohe Mauer der vermeintlichen Burgküche (10), einem weiteren 6 m breiten und etwa 2,5 m hohen Mauerrest (11), der als Standort der Burgkapelle denkbar wäre; einem vom Höllental aus Richtung Hirschsprung gut sichtbaren zahnartigen Mauerrest im Mittelabschnitt an der südöstlichen Felskante sowie den Resten eines etwa 9 x 9 m großen Mauergevierts - dem vermuteten Bergfried an erhabener Stelle des nordöstlichen Endes des Burgfels.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:02,_Falkenstein_-_H%C3%B6llental.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
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