Hotel
Burg Ziegenrück

Die Kemenate Ziegenrück liegt in Ziegenrück im Saale-Orla-Kreis. Ziegenrück gehört zu der Sonderform der Kemenaten, die sich im Bereich der oberen Saale-Elster-Linie befinden.
Die ehemalige Ansiedlung der Burg Ziegenrück und die spätere Stadt liegt im tief eingeschnittenen Tal der mäandernden Saale zwischen Bleilochtalsperre flussaufwärts und dem Hohenwarte-Stausee flussabwärts. Damals schlängelte sich die Saale fast unberührt zwischen Burgk bis zur Ansiedlung Ziegenrück und weiter zwischen bewaldeten Bergen, Wiesen und auch Feldern. Die ehemalige weiter nördlich befindliche Wasserburg Sornitz der Wüstung Sornitz (Moxa) war wahrscheinlich eine Vorburg der Burg Ziegenrück.
Oberhalb nördlich der Ansiedlung Ziegenrück liegt die Kemenate Ziegenrück. Sie ist die Kemenate der ehemaligen Burg Ziegenrück gewesen. Die Burg lag strategisch günstig auf einem Felssporn hoch über dem Ort und der Saale zwischen Drehba- und Sormitztal mit extremen Steilhängen nach drei Seiten. Gräben teilten die Anlage in drei Abschnitte und sicherten den Zufahrtsweg zur Burg. Die ersten beiden Gräben sind noch vorhanden.
Das Wohnhaus, die Kemenate, ist aus dem 15. Jahrhundert und hat eine Grundfläche von 17×13 Metern und einer Höhe von 20 Metern. Die Mauerdicke beträgt 1,6 bis 1,8 Meter. Im Gebäude sind ein Keller und vier Geschosse eingebaut. Die Fenster sind ungleichmäßig verteilt und unter dem Dach sind gleichmäßige Schießscharten angebracht. Der Wohnturm Ziegenrück hat im Saaletal in Reinstädt und Orlamünde noch Geschwister. Der Bergfried besaß einen Durchmesser von 10 Metern und wurde 1775 abgebrochen. Die Umrisse der Grundmauern sind noch zu erkennen.
Die Burg gehörte zum Reichsgutkomplex Saalfeld und wurde 1222 genannt. Sie diente der Überwachung und Sicherung des Flussübergangs der Saale für die damalige Straße von Nord nach Süd. Besitzer war der Graf von Orlamünde. Anfang des 14. Jahrhunderts ging sie an den Landgrafen von Thüringen. Vorübergehend war der Vogt Heinrich II Reuß von Plauen auch Eigner. 1448–1481 verpfändete man die Burg an die Herren von Obernitz. 1485 gelangte sie an die ernestinische Linie der Wettiner und war Amtssitz. Nach mehrfachen Bränden wurde die Burg im 18. und 19. Jahrhundert teilweise abgebrochen und umgebaut. Lange Zeit diente sie als Jugendherberge. Jetzt ist ein Hotel im Gespräch.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Uwe Klimpke
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.6138, 11.6488