BurgNeuhausen-Steinegg

Burg Steinegg

Burg Steinegg

Freizeitheim der evangelischen Kirchengemeinde in Pforzheim

Die Burg Steinegg ist eine spätmittelalterliche Burg im gleichnamigen Steinegg, einem Ortsteil der Gemeinde Neuhausen, im Enzkreis in Baden-Württemberg, Deutschland. Die Burg dient heute als Freizeitheim der evangelischen Kirchengemeinde in Pforzheim.

Auf der terrassenförmigen Kuppe hinter der heutigen Burg Steinegg befand sich im hohen Mittelalter die Höhenburg Steinegg. Als ihr Erbauer gilt Adalbert von Steinegg, ein Ministeriale der Grafen von Calw. Die Höhenburg kam mit der zugehörigen Herrschaft 1324 an Wolf I. vom Stain. Infolge der Niederwerfung des Schleglerbundes kam es zum Verkauf der Herrschaft und der Burg an Dieter von Gemmingen, der das Schleglerschloss bezog. Sein gleichnamiger Sohn errichtete unter der alten Höhenburg, von der heute nur noch Fundamente erhalten sind, eine neue Burg und erhielt die Dörfer Steinegg, Tiefenbronn, Mühlhausen, Hamberg, Schellbronn, Hohenwart, Lehningen und Neuhausen sowie Wald im Hagenschieß als Lehen.

Die Burg blieb danach für Jahrhunderte Sitz der Herren von Gemmingen-Steinegg und wurde von der anfangs wehrhaften Burg zum repräsentativen Schloss ausgebaut. 1520 wurde eine Schlosskapelle errichtet, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts folgte die nahe der Burg im Wald auf einem Felsen errichtete Waldkapelle Hamberg. Der letzte Bewohner der Burg war Julius von Gemmingen-Steinegg (1774–1842), der im Gefolge Alois Henhöfers 1823 vom Katholizismus zur evangelischen Kirche übertrat, 1835 den Besitz in Steinegg an seine Söhne Eduard und Gustav übergab und nach Stuttgart verzog. Die Söhne verkauften die Burg 1839 an den Staat Baden. Der Staat beabsichtigte die Einrichtung einer Brauerei oder Spinnerei in der Anlage. Dies missfiel jedoch Eduard von Gemmingen-Steinegg sehr, dass er die Burg 1840 zurück erwarb. Auf seine Anordnung hin wurden darauf die Dächer der Burg abgedeckt, woraufhin die Anlage zur Ruine verkam.

Ab 1931 setzte sich Freiin St. Clair von Gemmingen, eine Enkelin Julius von Gemmingens, für die Erhaltung der Ruine und bald auch für den Wiederaufbau der Gebäude ein. Nach ihrem Tod 1951 führte Irmgard von Bistram, Urenkelin Julius von Gemmingens, den Wiederaufbau fort. Über einen Erbbauvertrag kam 1958 die evangelische Kirchengemeinde Pforzheim in den Besitz der Anlage. Aus eigenen Mitteln, mit Landeszuschüssen und mit Spenden aus der Familie von Gemmingen konnte die Burg schließlich weitgehend wiederaufgebaut und zum Freizeitheim umgenutzt werden.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=1586

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Lage: 48.8150, 8.7871