Restaurant
Wohnungen
Burg Seffent

Die Burg Seffent ist eine mittelalterliche Burganlage in Seffent, einem nordwestlichen Ortsteil von Aachen. Ihre Geschichte reicht bis in die karolingische Zeit zurück.
Als Versorgungs-Hofgut des lotharingischen Herzogtums errichtet, entwickelte sich Burg Seffent im 17. Jahrhundert zu einer Vierflügelanlage mit wehrhaften, architektonischen Elementen. Nach einer umfassenden Restaurierung, welche die Gebäude vor dem endgültigen Verfall rettete, beheimatet sie heute Wohnungen und ein Restaurant.
Die Burg ist eine vierflügelige Anlage aus sandsteinfarbenem Bruchstein. Einst von Wassergräben umgeben besitzt sie an der Nordecke einen Rundturm mit Kegelhelm sowie einen wuchtigen, halbrunden Wehrturm an den östlichen Ecke. Die heutige Bausubstanz stammt mehrheitlich aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und des 18. Jahrhunderts. Im Inneren besitzt die Anlage drei alte Kamine.
Eine erste urkundliche Erwähnung der damals noch Seffenter Hof genannten Anlage erfolgte 896, als der lotharingische Herzog Zwentibold das Hofgut seiner Cousine, der Äbtissin Gisela, und damit dem Kloster Nivelles, schenkte. Weitere Urkunden zeugen davon, dass Kaiser Heinrich III. den Besitz im Jahr 1028 dem Aachener Marienstift überließ. Der Hof muss zuvor also wieder an das Reich zurückgefallen sein.
Für die folgenden rund 500 Jahre finden sich keine Aufzeichnungen zur Burg, so dass ihre Geschichte während dieser Zeit im Dunkeln liegt. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erfolgte – aufbauend auf Überresten aus dem 16. Jahrhundert – der Neubau eines Herrenhauses sowie die Errichtung der beiden Ecktürme der Burg. Eine Zeichnung des Aachener Architekten Laurenzius Mefferdatis aus dem Jahr 1722 zeigt Burg Seffent als eine zweiteilige Anlage, deren Hälften durch eine Mauer voneinander getrennt waren. Im 18. Jahrhundert gehörte die Burg der angesehenen Aachener Familie Bouget, die diese im Jahre 1780 an den Chevalier de Bellegarde verpachtete. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus erweitert und mit einem Dreiecksgiebel versehen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte die heruntergekommene und vom Verfall bedrohte Anlage mehrfach den Besitzer. Versuche, sie nach 1962 bewohnbar zu machen, glückten nicht. Erst 1985 konnte die Restaurierung – nach mehreren Anläufen – abgeschlossen werden. Im Zuge dieser Arbeiten wurden die Räumlichkeiten der Burg zu 14 Wohnungen und einem Restaurant umgestaltet.
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=845
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.7896, 6.0411