Privatbesitz
Burg Bergerhausen

Die Burg Bergerhausen ist eine Burganlage in Bergerhausen, das zu Blatzheim, einem Stadtteil von Kerpen im Rhein-Erft-Kreis gehört.
Sie ist als eine von ehemals drei Burgen in Bergerhausen heute noch erhalten. Die Wasserburg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war der Stammsitz der Ritter von Bergerhausen. Um 1320 verkauften die Brüder von Bergerhausen einen Teil des Besitzes an das Kölner Mariengradenstift. Die Erzbischöfe von Köln erwarben die Herrschaft zur Verteidigung ihres Hoheitsgebiets. 1334 gab Erzbischof Walram Burg Bergerhausen für geleistete Dienste an den Ritter Hans-Ulrich Bergerhausen. Um 1430 versahen die Nachfahren die Burg mit starken Befestigungsanlagen. Der Ausbau zur heutigen Burg erfolgte im 16. Jahrhundert.
1830 kam der Besitz durch Heirat an Clemens August Waldbott von Bassenheim-Bornheim. Ende des 19. Jahrhunderts übersiedelte die Familie nach Ungarn, so dass 1894 ein Verwandter des Besitzers, Clemens Freiherr von Loë-Longenburg, das Anwesen käuflich erwarb und es an seinen Neffen Walter Freiherr von Loë vererbte. Seit dieser Zeit ist die Burg im Besitz seiner Familie. 1976 vermietete der Sohn Clemens Freiherr von Loë die Anlage an das Psychotherapeutische Institut Bergerhausen unter Leitung von Hans-Werner Gessmann. Das Institut baute sie bis 1989 zu einem therapeutischen Zentrum aus. Nach dem plötzlichen Tod von Walter Freiherr von Loë und seinem Sohn Clemens verkaufte die Erbengemeinschaft die Burganlage an Josef und Willy Stollenwerk, den früheren Pächtern der Ländereien des Burghofs. Diese renovierten die Gebäude im Jahr 1984.
Am letzten Wochenende vor Weihnachten bot Burg Bergerhausen von 2002 bis 2006 einen stilvollen Rahmen für den an zwei Tagen stattfindenden Kerpener Weihnachtsmarkt. Seit 2007 veranstaltet die Stadt Kerpen den Weihnachtsmarkt jedoch auf Schloss Loersfeld.
Heutige Nutzung+
Heute ist Burg Bergerhausen ein beliebter Ort für Hochzeiten und Trauungen. Hochzeitspaaren ist es möglich, sich in dem von der Stadt Kerpen angemieteten Kaminzimmer standesamtlich sowie in der angrenzenden Kapelle kirchlich trauen zu lassen.
Eine weitere Nutzung ist die als Filmkulisse. In der Folge Klassentreffen der Kriminalserie SOKO Köln (ZDF, 2011) stellt die Burg eine Schule dar, in der die Schulleiterin ermordet worden ist.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.8615, 6.6503