BurgSchöntal-Aschhausen

Burg Aschhausen

Burg Aschhausen

Die Burg kann besichtigt werden

Die Burg Aschhausen befindet sich in Aschhausen im Hohenlohekreis.

Bereits 1165 wurde ein Theoderich de Askehusen erwähnt. Ältester Teil des Schlosses ist der Burgfried, der im 13./14. Jahrhundert errichtet wurde. Schon 1537 wurde im Süden des Bergfrieds ein Rundturm errichtet, der 1945 abbrannte und wieder aufgerichtet wurde. 1579 kam unterhalb des ursprünglichen Burgbezirks ein Neubau hinzu. Seit 1315 war das Schloss Mainzer Lehen und an die Mainzer fiel es nach dem Aussterben der Herren von Aschhausen 1657 wieder zurück.

1732 erhielt das Schloss im Wesentlichen seine heutige Gestalt mit den zwei Türmen und dem langgestreckten Hauptbau. Nachdem das Schloss im 19. Jahrhundert an das Herzogtum Würzburg überging, gab Kurfürst Friedrich es 1803 als Lehen an Johann Friedrich Karl Graf von Zeppelin. Zum Besitz zählte auch die Schlossmühle von Aschhausen, die 1960 verkauft wurde. Ab 1894 wurde hier Strom erzeugt und am 16. November 1894 hatte Aschhausen als erstes Dorf elektrisches Licht.

Ende des 15. Jahrhunderts war eine Zeit des Umbruchs gekommen. Durch den Machtverlust von Kaiser Karl IV. und der Wahl Karls V. wurde die Unsicherheit auf den Straßen im deutschen Reich vergrößert. Raubritter zogen umher, reisende Kaufleute oder Gesandte fürchteten sich vor nächtlichen Übergriffen und konnten sich nicht mehr sicher fühlen. Obwohl 1495 auf dem Reichstag von Worms ein ewiglicher Landfrieden beschlossen worden war, trug diese Maßnahme nicht zur Schlichtung der Unruhen bei. Schon sieben Jahre früher, 1488, hatten sich fränkische und schwäbische Reichsstände unter der Führung Nürnbergs zum sogenannten Schwäbischen Bund zusammengeschlossen. Ziel des Zusammenschlusses war, die Angriffe auf Händler und andere Reisende durch Zusammenarbeit zu vermindern. 1489 wurde der Bund schließlich zur Reichsexekutive, das heißt zur ausführenden Macht, ernannt.

In der Mitte des 16. Jahrhunderts entführte der Raubritter Hans Thomas von Absberg Kaufleute aus Reichsstädten in Franken und Schwaben auf ihren Handelsreisen und verlangte ein hohes Lösegeld für ihre Freilassung. Um die Gefahr, durch Truppen des Schwäbischen Bundes erwischt zu werden, zu verringern, suchte er sich Verbündete, die ihm bei seinen Raubzügen unterstützen und für ihn bei Gefahr seine Gefangenen auf ihren Burgen versteckten. Auch Hans Georg von Aschhausen unterstützte ihn, weil er sich erhoffte, seine schwindenden Reichtümer wieder ein wenig aufzustocken. 1523 sandte der Bund seine Truppen aus, um insgesamt 23 „Raubnester“ dem Erdboden gleichzumachen. Die Truppen des Bundes aus 10.000 Fußsoldaten und 1000 Reitern führten 100 Kanonen und 30 Büchsen mit 900 Zentnern Schwarzpulver als Bewaffnung mit sich. Am 14. Juni erreichten sie die Burg Aschhausen und sprengten sie, um die Rückkehr derer von Aschhausen zu verhindern.

Der Holzschnitt des Hans Wandereisen zeigt die Zerstörung der Burg im Jahr 1523. Man sieht die brennende Burganlage. Einer äußeren Umfassung folgt eine innere Mauer, durchsetzt mit Wehrtürmen. Dahinter befinden sich mehrere Gebäude und zwei größere Türme. Kleinere Gebäude und obere Stockwerke sind aus Fachwerk gefertigt. Am Hauptgebäude ist ein Wappen über dem Türstock und einem vorgezogenen Eingangsbereich zu sehen. Rechts und links im Bild sind Teile der Truppen des Schwäbischen Bundes zu erkennen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aschhausen01.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.3692, 9.5434