KlosterHünfeld

Bonifatiuskloster (Hünfeld)

Bonifatiuskloster (Hünfeld)

Klosterbetrieb

Das Bonifatiuskloster wurde 1895 gegründet und ist ein katholisches Kloster in Hünfeld im Landkreis Fulda. Es ist das Mutterhaus der am 21. Mai 2007 neu gegründeten mitteleuropäischen Provinz der Oblaten (OMI) („Hünfelder Oblaten“) und ehemalige philosophisch-theologische Hochschule.

In Hünfeld wurde 1895 die erste Niederlassung der deutschen Ordensprovinz der Oblatenmissionare gegründet, daher werden sie im deutschsprachigen Raum auch Hünfelder Oblaten genannt.

Kirche und die Klosteranlage entwarf der Paderborner Dom- und Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig. Die Bauarbeiten begannen 1896 und wurden 1900 abgeschlossen.

Das Kloster entwickelte sich stetig weiter und beherbergte eine philosophisch-theologische Hochschule und eine Ausbildungsstätte für den Ordensnachwuchs. Zeitweise lebten über 100 Ordens-Studenten sowie 50 Patres und Brüder in Hünfeld.

30 Jahre nachdem der Neubau fertiggestellt war, wurde 1930 ein Erweiterungsbau errichtet.

Im Dritten Reich wurde das Kloster 1941 enteignet und die Oblatenmissionare vertrieben. Die Wiederbesiedelung erfolgte 1946 nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Einen Umbruch erfuhr das Kloster 1971, als die Hochschule geschlossen wurde und das Kloster für eine Funktion als Exerzitien- und Tagungshaus ausgerichtet wurde.Seit Mitte der 1970er Jahre beherbergt das Bonifatiuskloster das Noviziat der Oblaten.

1983 wurde eine Pflegestation eröffnet, in der pflegebedürftige Oblaten leben.

Seit 2003 ist im Kloster das OMI-Jugendbüro untergebracht, das die Jugendarbeit in der mutteleuropäischen Ordensprovinz koordiniert.

2011 gehören zum Kloster 37 Oblatenpatres und -brüder, 2 Novizen und 4 Postulanten. Das Kloster gilt als ein Geistliches Zentrum und hat jährlich über 10.000 Tagungsgäste. Die Patres sind in der Pfarr-, Krankenhaus-, Gefängnis- und Exerzitienseelsorge im Bistum Fulda tätig. Die Brüder arbeiten in den Werkstätten und im Tagungshaus.

Die Klosterkirche+

Die neoromanische Klosterkirche wurde 1897 bis 1900 als kreuzförmige, dreischiffige Basilika erbaut. Sie birgt einen sechsteiligen Fensterzyklus von Agnes Mann, der das Leben des Heiligen Bonifatius darstellt.

Der Altarbereich wurde mit der Erneuerung der Liturgie umgestaltet. Heute ist der 20 Tonnen schwere Steinaltar das beherrschende Zentral des Chorraumes.

Das Kloster besitzt eine kostbare Kreuzreliquie, die in einem massiven Silberkreuzrleiquiar eingelassen ist und von der der Landgräfin und preußischen Prinzessin Anna von Hessen dem Kloster geschenkt wurde.

Die Orgel

In der Klosterkirche befindet sich eine Orgel des Fuldaer Orgelbauers Fritz Clewig. Das zweimanualige Instrument wurde 1903 erbaut und hatte Kegelladen mit mechanischen Trakturen. Die Orgel wurde mehrfach restauriert, umgebaut (u.a. Elektrifizierung der Trakturen, Einbau von Kombinationen) und in der Disposition verändert. Sie hat heute 29 Register.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.6743, 9.7691