KlosterHeilbad Heiligenstadt

Bergkloster Heiligenstadt

Bergkloster Heiligenstadt

Kloster (aktiv), Kindergarten, Schule

Das Bergkloster Heiligenstadt, gelegen im thüringischen Eichsfeld, ist ein bedeutender Sakralbau, der seit seiner Gründung die Region prägt. Es dient als spirituelles Zentrum und beherbergt die europäische Provinz der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Die Anlage vereint historische Architektur mit einer lebendigen klösterlichen Tradition.

Geschichte+

Die Ursprünge des Bergklosters reichen bis ins Jahr 1862 zurück, als Schwester Placida die erste deutsche Niederlassung des Ordens in Heiligenstadt etablierte. Die Ordensfrauen, auch bekannt als Heiligenstädter Schulschwestern, machten das Kloster zum deutschen Mutterhaus. Während des Kulturkampfes mussten die Schwestern Heiligenstadt vorübergehend verlassen, kehrten jedoch 1887 zurück. Die Deutsche Teilung erschwerte die Arbeit des 1920 gegründeten deutschen Zweiges, was 1968 zur Verlegung des Generalats nach Bestwig führte. Im Jahr 2003 kehrte das Generalat des Ordens nach Heiligenstadt zurück. Archäologische Funde aus dem 8. und 9. Jahrhundert, die bei Umbauarbeiten in den 1990er Jahren entdeckt wurden, belegen die lange Besiedlungsgeschichte des Stiftsbergs.

Lage+

Das Kloster befindet sich in Heilbad Heiligenstadt, einer Stadt im Eichsfeld in Thüringen, Deutschland. Es liegt auf dem historischen Stiftsberg und bietet eine markante Präsenz in der Landschaft.

Vor Ort+

Zum Klosterkomplex gehören heute Konventgebäude, eine Klosterkapelle, ein Kindergarten und ein Klostergarten mit einem Kreuzweg. Zwischen 1856 und 1870 wurden mehrere Gebäude auf dem Stiftsberg erworben und zwischen 1893 und 1905 zu einem Gesamtkomplex umgebaut. Die Ordensgemeinschaft ist weiterhin Trägerin verschiedener Bildungseinrichtungen in Heiligenstadt, darunter der Bergkindergarten und die Bergschule St. Elisabeth mit einer berufsbildenden Schule. Das Gymnasium der Bergschule wird mittlerweile vom Bistum Erfurt getragen.

In der Naehe+
  • Mainzer Schloss (Schloss, 113 m)
  • Schloss Rusteberg (Schloss, 8525 m)
  • Burgruine Rusteberg (Burg, 8880 m)
  • Kloster Beuren (Sakralbau, 9783 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: NoRud / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.3776, 10.1302