Filialkirchenstiftung
Benediktinerkloster St. Peter am Madron (Petersberg), Flintsbach

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Peter am Madron, auch bekannt als Petersberg, befindet sich auf einer Anhöhe bei Flintsbach in Bayern. Diese historische Stätte, deren Ursprünge bis ins frühe Mittelalter zurückreichen, ist heute ein geschütztes Baudenkmal und zeugt von einer bewegten Vergangenheit.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters St. Peter erfolgte im Jahr 1130 durch Graf Siboto von Falkenstein, wobei Mönche aus dem Kloster Weihenstephan die erste Besiedlung vornahmen. Im Jahr 1296 wurde die Anlage während kriegerischer Auseinandersetzungen um die deutsche Kaiserkrone durch Graf Megingoz von Surberg zerstört; lediglich die Wallfahrtskirche blieb erhalten. Trotz einer Entschädigung und der Rückkehr von Propst Heinrich im Jahr 1297 wurde das Kloster nicht wiederaufgebaut. Ab dem 14. Jahrhundert fungierte Madron bis zur Säkularisation 1803 als Titularpropstei. Die Kirche konnte 1803 durch den Kauf von umliegenden Bauern vor dem Abriss bewahrt werden. Nach einer Phase in Privatbesitz wurde das Bauwerk 1971 in eine Filialkirchenstiftung überführt und der katholischen Kirche zurückgegeben. Umfangreiche Restaurierungen und Ausgrabungen, die Funde von der Bronzezeit bis ins 16. Jahrhundert zutage förderten, folgten in den Jahren 1971/72 sowie von 1997 bis 2004.
Lage+
Das ehemalige Kloster liegt auf dem Kleinen Madron, auch Petersberg genannt, in der Gemeinde Flintsbach im Landkreis Rosenheim, Bayern, Deutschland. Die Anlage befindet sich auf einer Höhe von etwa 837 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosterkirche ist heute Teil einer Filialkirchenstiftung und wird von der katholischen Kirche genutzt. Das gesamte Ensemble, einschließlich der ehemaligen Propstei, steht unter Denkmalschutz. Der Dachstuhl der Kirche weist einen seltenen, weitgehend original erhaltenen mittelalterlichen Teil aus den Jahren 1379/80 auf. Im Inneren prägen eine hölzerne Kassettendecke von 1609/10, Altäre und ein Zyklus von sieben großformatigen Ölgemälden, die Szenen aus dem Leben des Kirchenpatrons darstellen, den Raumeindruck. Ein spätromanischer Kruzifixus aus dem 13. Jahrhundert gilt als älteste Holzskulptur des Landkreises Rosenheim.
In der Naehe+
- Ruine Ober-Falkenstein (Ruine, 401 m)
- Ruine Unter-Falkenstein (Ruine, 588 m)
- Ruine Kirnstein (Ruine, 3138 m)
- Schloss Brannenburg (Schloss, 4125 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rufus46 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.7124, 12.1259