Jugendzentrum
Benediktinerkloster St. Maria ad Martyres

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Maria ad Martyres, einst vor den nördlichen Stadtmauern Triers gelegen, blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Ursprünglich als St. Maria ad Ripa bekannt, erhielt es im 12. Jahrhundert seinen heutigen Namen und war eine der vier bedeutenden Benediktinerabteien außerhalb der Trierer Stadtbefestigung.
Geschichte+
Die Anfänge des Klosters reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, als Benediktinermönche hier eine Gemeinschaft gründeten. Im Jahr 882 erlitt die Anlage schwere Schäden durch Normannenüberfälle. Im 10. Jahrhundert wurde das Kloster zeitweise von Kanonikern bewohnt. Eine besondere Episode war die sogenannte Moselfehde zwischen 1006 und 1015, in deren Verlauf die Mönche vertrieben und durch Kanoniker ersetzt wurden. Nach der Beilegung des Konflikts im Jahr 1017 kehrten die Benediktiner zurück. Im 12. Jahrhundert erfolgte die Umbenennung in St. Maria ad Martyres, was die Bedeutung der Heiligenverehrung in dieser Zeit widerspiegelte. Trotz einer Blütezeit im Mittelalter, die das Kloster zeitweise wohlhabender als die nahe Abtei St. Martin machte, setzten im 14. Jahrhundert wirtschaftliche Schwierigkeiten ein. Das Kloster musste zweimal nach Zerstörungen wiederaufgebaut werden, darunter 1675, als es im Holländischen Krieg auf Befehl des Marschalls Créquy abgerissen wurde, um Angreifern keine Deckung zu bieten. Um 1730 erfolgte ein Wiederaufbau im Barockstil.
Lage+
Das Kloster befindet sich in Trier, einer Stadt in Rheinland-Pfalz, Deutschland, im heutigen Stadtteil Trier-Nord.
Vor Ort+
Nach der Eroberung Triers durch die Franzosen im Jahr 1794 diente das Kloster als Kaserne. Zwischen 1804 und 1807 wurden im Zuge der Säkularisation unter Napoleon die Klosterkirche und Teile der Wohngebäude abgerissen. Der verbliebene Ostflügel wurde im 19. Jahrhundert von der preußischen Armee als Kaserne und später als Verwaltungssitz für die Divisionskommandeure genutzt. Heute beherbergt der Bau ein Jugendzentrum.
In der Naehe+
- Porta Nigra (Antike Bauten, 1138 m)
- Kloster Reichsabtei St. Maximin (Trier) (Sakralbau, 1160 m)
- Trierer Dom (Sakralbau, 1519 m)
- Palais Kesselstatt (Trier) (Residenz, 1624 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Public domain via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.7697, 6.6472