Denkmalzone, Blockbebauung, Miethäuser
Benediktinerkloster St. Jakob

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Jakob, einst vor den Toren der Stadt Mainz gelegen, war über Jahrhunderte ein bedeutendes religiöses Zentrum in Rheinland-Pfalz. Die Gründung erfolgte im 11. Jahrhundert und prägte die Region bis zu seiner Auflösung im frühen 19. Jahrhundert.
Geschichte+
Die Initiative zur Gründung des Benediktinerklosters St. Jakob ging im Jahr 1050 vom Mainzer Erzbischof Bardo aus. Die tatsächliche Umsetzung erfolgte jedoch erst unter seinem Nachfolger Liutpold. Als Standort wurde ein Plateau südlich der Stadt Mainz gewählt, das aufgrund seiner Schönheit als „Mons Speciosus“ bekannt war und später nach dem Klosterpatron, dem Apostel Jakobus dem Älteren, den Namen Jakobsberg erhielt. Die neue Abtei schloss sich der Gorzer Reformbewegung an, die im 11. Jahrhundert eine Erneuerung des Mönchtums anstrebte. Diese Reformen wurden durch Päpste wie Leo IX. gefördert, der 1049 in Mainz eine bedeutende Kirchenversammlung abhielt. Im Jahr 1055 wurde das Kloster geweiht, und Erzbischof Liutpold fand dort später seine letzte Ruhestätte. Das Kloster bestand bis zu seiner Auflösung im Jahr 1802.
Lage+
Das einstige Kloster befand sich auf dem Jakobsberg in der Stadt Mainz, die zum Bundesland Rheinland-Pfalz in Deutschland gehört.
Vor Ort+
Heute erinnern die Denkmalzone Jakobsbergstraße und die dortige Blockbebauung an das ehemalige Kloster. Die dreigeschossigen Miethäuser an der Ecke Jakobsbergstraße/Neutorstraße, die im Kern auf das Jahr 1791 zurückgehen, zeugen von der früheren Präsenz des Klosters in diesem Gebiet.
In der Naehe+
- Römisches Theater Mogontiacum (Antike Bauten, 275 m)
- Palais Haus zum Stein (Residenz, 401 m)
- Palais Leininger Hof (Residenz, 441 m)
- Palais Hof zum Humbrecht (Residenz, 459 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Merian, Matthäus / Public domain via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.9931, 8.2742