KlosterMünsterappel

Benediktinerkloster St. Gangolph, Münsterappel

Benediktinerkloster St. Gangolph, Münsterappel

nicht mehr als Kloster in Nutzung

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Gangolph in Münsterappel, Rheinland-Pfalz, war ein bedeutendes religiöses Zentrum am Appelbach. Seine Geschichte reicht bis ins frühe Mittelalter zurück und prägte die Region über Jahrhunderte.

Geschichte+

Die Existenz des Klosters St. Gangolph ist bereits vor dem Jahr 853 belegt. Ursprünglich als Propstei der Trierer Benediktinerabtei St. Maximin gegründet, nachdem König Arnulf von Kärnten das Land am Appelbach im Jahr 893 an diese Abtei übertragen hatte, entwickelte es sich zu einem wichtigen kirchlichen Mittelpunkt. Im 13. Jahrhundert wurde das Kloster aufgehoben. Die Vogtei über das Kloster ging 1303 an die Wildgrafen von Dhaun und Grumbach über und fiel später an die Rheingrafen. Eine erste urkundliche Erwähnung eines Kirchenneubaus stammt aus dem Jahr 1344, wobei von diesem Bau keine Überreste erhalten sind. Im Jahr 1401 unterstanden dem Kloster als Landkapitel des Erzbistums Mainz insgesamt 31 Pfarreien. Eine spätgotische Kirche mit Langhaus und Chor wurde 1492 errichtet. Die Reformation wurde 1555 in der Herrschaft Grumbach und damit auch in Münsterappel eingeführt, was zur Auflösung des Klosters führte. Die Kirche wurde danach bis 1697 als Simultaneum für Lutheraner und Katholiken genutzt, während die Landesherren die Klostergüter übernahmen.

Lage+

Das Kloster Münsterappel befindet sich in der Gemeinde Münsterappel im Bundesland Rheinland-Pfalz, Deutschland, direkt am Appelbach gelegen.

Vor Ort+

Die ehemaligen Klostergebäude sind heute nicht mehr als solche in Nutzung. Die Kirche wurde nach der Reformation als Simultaneum verwendet und die Liegenschaften von den Landesherren angeeignet.

In der Nahe+
  • Franziskanerterziarinnenkloster Fallbrücken (Kloster, 3439 m)
  • Kloster Daimbach (Kloster, 4780 m)
  • Amtshaus Alsenz (Residenz, 4944 m)
  • Templerkommende St. Michael, Iben (Kloster, 5464 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Hp. mohr - plan.buero arcotop - 67806 rockenhausen / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.7351, 7.8773