Weingut
Benediktinerkloster Schweinfurt

Das ehemalige Benediktinerkloster Schweinfurt, einst als Stella Petri bekannt, war eine bedeutende religiöse Einrichtung am östlichen Rand der Stadt Schweinfurt in Bayern, Deutschland. Seine Geschichte ist geprägt von wechselnden Besitzverhältnissen und einer Entwicklung von einem Nonnenkloster zu einer befestigten Anlage mit militärischer Relevanz.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte um das Jahr 1004 als Nonnenkloster durch Eilica, die Witwe von Berthold von Schweinfurt, nach der Schweinfurter Fehde. Um 1055 wandelte es sich in ein Benediktinerkloster um und erhielt den Namen Stella Petri. Im Jahr 1112 gingen die Güter des Klosters durch Erbschaft an das Hochstift Eichstätt über. Zwischen 1120 und 1177 sind Mönche aus Bamberg hier nachweisbar, und Burkard wird als erster Benediktinerabt genannt, der 1155 verstarb. Bischof Otto von Eichstätt weihte zwischen 1183 und 1195 eine Allerheiligen-Kapelle sowie zwei Altäre. Ab 1263 befand sich das Kloster in einem schlechten Zustand und wurde auf Betreiben des Würzburger Bischofs Iring von Reinstein-Homburg im Jahr 1283 dem Deutschen Orden zugesprochen. Der Deutsche Orden befestigte die Anlage aufgrund ihrer militärischen Bedeutung, was zu Konflikten mit der Reichsstadt Schweinfurt führte. Im Jahr 1437 kaufte die Stadt die Klosterburg und ließ sie sprengen.
Lage+
Die Klosterburg befand sich auf der Peterstirn, einem Ausläufer des Hainbergs, oberhalb des Mains im heutigen nordöstlichen Stadtteil von Schweinfurt. Das Areal liegt etwa 25 Meter über dem Main auf einer Höhe von 230 m ü. NN. Am Fuße des ehemaligen Klosterbergs verlaufen die historische Mainleitenstraße und die Bahnstrecke Bamberg–Schweinfurt.
Vor Ort+
Heute befindet sich auf dem ehemaligen Klostergelände das Weingut Dahms. Im Jahr 1874 wurden auf dem Burgberg die sogenannten Sattlerschen Bauten im Stil des Historismus errichtet. Reste der Deutschordensbefestigung sind noch am Sattlerschen Anwesen erhalten.
In der Naehe+
- St. Johannis Kirche (Sakralbau, ca. 2197 m entfernt)
- Schloss Mainberg (Schloss, ca. 2329 m entfernt)
- St. Michaelskirche (Sakralbau, ca. 4655 m entfernt)
- Neues Schloss Niederwerrn (Schloss, ca. 5856 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Tilman2007 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.0583, 10.2572